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Weihnachtspackerl für die Patenkinder

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Packerlaktion unter Corona-Bedingungen: Die Geschenke aus dem Berchtesgadener Land wurden diesmal direkt in Temeswar gekauft und anschließend an die Patenkinder verteilt. (Foto: privat)

Geschenke heuer in Temeswar besorgt – Dankschreiben an die Unterstützer


Bischofswiesen/Bakowa – Auch bei der »Arbeitsgemeinschaft Berchtesgaden hilft Rumänien« wirbelt die Corona-Pandemie aktuell einiges durcheinander. Das traditionelle Dankschreiben aus Bakowa und Temeswar an die Unterstützer im Berchtesgadener Land verfasste heuer das Bischofswieser Ehepaar Herta und Arnold Eder selbst. Weihnachtsgeschenke für die alten und jungen »Patenkinder« im Banat gab's heuer trotz des Virus, allerdings wurden sie diesmal vor Ort besorgt.

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Stellvertretend für die Patenkinder, die aus Altersgründen selbst nicht mehr schreiben können, bedankte sich das Ehepaar Eder bei allen Unterstützern im Berchtesgadener Land, aber auch bei den Altenheimleitern Anni und Helmut Weinschrott. Dem Schreiben ist aber auch zu entnehmen, dass Corona das Leben im Banat enorm erschwert: zeitweise Ausgangssperren, geschlossene Schulen mit Online-Unterricht und Probleme in den Krankenhäusern. Trotz aufwendiger Vorsorgemaßnahmen waren Anfang Dezember 49 alte Leute und zehn Mitarbeiter/-innen im Altenheim Temeswar mit dem Virus infiziert.

In den letzten Jahren hatten Mitarbeiter der Hilfsorganisation die im Berchtesgadener Land gesammelten Weihnachtspakete stets persönlich nach Rumänien gebracht. Corona und die damit verbundenen Auflagen machten dies heuer fast unmöglich. Aber die alten und jungen Patenkinder sollten Weihnachten nicht leer ausgehen. Die Arbeitsgemeinschaft überwies deshalb das Geld nach Rumänien, die Waren für die Weihnachtspackerl wurden anschließend in Temeswar eingekauft.

Am Montag erfolgte schließlich die Verteilung an die Patenkinder. Für die Schul- und Kindergartenkinder übernahm das Lehrerehepaar Arpad und Niocoleta Balogh die Verteilung in Absprache mit dem Ehepaar Weinschrott. Das Ehepaar Eder teilt in seinem Schreiben des Weiteren mit, dass das Finanzamt Traunstein die Unterlagen des Vereins von 2017 bis 2019 geprüft habe. »Es wurde nichts beanstandet, auch dank der gewissenhaften Arbeit unserer Schatzmeisterin Andrea Huber.« Eine normale Jahreshauptversammlung konnte aufgrund von Corona nicht durchgeführt werden. Bei der heurigen Hauptversammlung blieben die Mitglieder zu Hause, die Entlastung des Vorstands erfolgte schriftlich. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Die Arbeit der Hilfsgemeinschaft wird im kommenden Jahr weitergehen. Als Schwerpunkte nennt das Ehepaar Eder: Essen für 41 Bedürftige, davon 34 Kinder, in Bakowa, Essen für 29 Bedürftige in Temeswar sowie 13 Personalpatenschaften. Der Jahressatz für das Essen liegt bei 216 Euro, Personalpatenschaften kosten 124 Euro. Der Paketdienst an Ostern wird im kommenden Jahr entfallen, geplant ist allerdings wieder der Paketdienst an Weihnachten. Ulli Kastner