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Weihnachtsgeschenke landen bei der Polizei

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Foto: Polizei

Vollbepackt mit diversen Gepäckstücken geriet ein dreißigjähriger Rumäne während seiner Rückreise nach Rumänien im Zug von München nach Salzburg in die Fänge bayerischer Schleierfahnder, welche ihn auf Höhe der Ortschaft Teisendorf näher unter die Lupe nahmen.

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Nach Überprüfung seiner Person fanden die Beamten ein Sicherstellungsprotokoll einer Polizeidienststelle in Schwaben, wonach gegen ihn vor kurzem wegen Bandendiebstahls ermittelt wurde.

Drei nun mitgeführte Plastiktüten, zwei Reisetaschen und ein Rucksack waren prallgefüllt mit hochwertigen Kleidungsstücken, Markenschuhen, Kosmetika, unterschiedlichsten Gebrauchsartikeln bis hin zu einem neuwertigen iPad im Gesamtwert von etwa 4000 €. Nachdem der arbeitslose Schreiner keine Warenbelege vorweisen konnte und somit der Verdacht bestand, dass es sich um gestohlene Waren handelt, klickten die Handschellen. In seiner polizeilichen Aussage war er zunächst nicht bereit zur Wahrheitsfindung beizutragen.

Erste Ermittlungen in Bereich Schwaben führten bereits noch am Festnahmetag zu eindeutigen Zuordnungen einiger Markenschuhe in einem der betroffenen Geschäfte. Die Inhaberin eines Sportgeschäftes erkannte den Rumänen nach einer Lichtbildvorlage eindeutig als einen der Täter des vorangegangenen Diebstahls, was die zuständige Staatsanwältin in Memmingen zu einem Haftbefehlsantrag veranlaßte. Erst nach Erlaß eines Haftbefehles beim Ermittlungsrichter beim AG-Laufen mit anschließender Inhaftierung erklärte sich der Rumäne zu einem weitreichenden Geständnis bereit.

Seinen Ausführungen zufolge habe er den überwiegenden Teil der mitgeführten Gegenstände in verschiedensten Orten, überwiegend in Sportgeschäften im Bereich von Ulm entwendet. Zeitweise begab er sich hierbei unter Mitwirkung weiterer Landsleute auf Diebestour. Ein von ihm benannter Dealer habe ihn zudem nicht nur mit Abgabe von Marihuana unter die Arme gegriffen sondern ihn auch mit diversen „Schnäppchen“ in Form von Hehlerware versorgt. Die entwendeten Sachen hatte er Verwandten in Rumänien versprochen. Die Ermittlungen gegen die Hintermänner der Bande, insbesondere gegen den Hehler, werden durch die örtlich zuständigen Dienststellen geführt.

Die diesjährige Bescherung seiner Verwandten wird nicht so üppig wie geplant ausfallen, da die sichergestellten Gegenstände den Eigentümern zurückgegeben werden.

Polizeiinspektion Fahndung Traunstein


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