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Wassermengen, Watzmann Therme, Wahlplakate

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Ramsau – Im gut besetzten Vortragssaal des Ramsauer Rathauses waren nach den Berichten von Vitus Danzl und Bürgermeister Herbert Gschoßmann (siehe Berichte oben) die Ramsauerinnen und Ramsauer an der Reihe. Sachlich forderten sie Auskünfte unter anderem zur Seeklause am Hintersee, der Watzmann Therme oder der Ausweisung von Biotopgebieten.


Inwieweit eine Gefahr der Verklausung im Zauberwald aufgrund von Bäumen in der Ache darstellt, wollte ein Bürger wissen. Im Gefahrenfall werden Bäume sofort entfernt, versprach Bürgermeister Herbert Gschoßmann. An dieser Stelle nahm das Gemeindeoberhaupt erneut Stellung zur Reparatur der Seeklause. »Uns wurde vom Wasserwirtschaftsamt eine mögliche Planung vorgelegt, jedoch zu einem extrem hohen Preis«. Ob sich die Gemeinde auf diese Kosten einlässt, wird sich zeigen. »Unter Umständen kann die Seeklause nicht repariert werden und wir müssen uns eine andere Alternative überlegen«, so Gschoßmann. Dass etwas geschehen muss, steht für den Bürgermeister aber fest. Trotz der Querelen mit dem Wasserwirtschaftsamt. Zwischenzeitlich hat die Gemeinde das Ministerium eingeschaltet. »Wenn nicht bald etwas passiert, wollen wir einen Termin beim Seehofer«, zeigte sich Gschoßmann kämpferisch.

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Informationen zur Wiedereröffnung der Watzmann Therme sowie der finanziellen Situation des Zweckverbands Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee standen ebenso im Interesse. »Derzeit haben wir die Aussage, dass die Therme wieder am 15. Dezember öffnet. Ich hoffe, es bleibt auch dabei«, so Gschoßmann. Ob und wann sich die fünf Talkessel-Gemeinden über die Umlage an den Reparaturkosten der Therme beteiligen müssen, wird die Zukunft zeigen. »Der größte Teil des Schadens ist durch eine Versicherung abgedeckt, aber zukünftig wird jede Gemeinde die finanzielle Situation der Therme im Auge behalten müssen«, mahnte der Ramsauer Bürgermeister.

Auch mögliche künftige Kosten für die Gemeinde, die durch die Kurkarte entstehen, mit welcher Urlauber kostenlos die RVO benutzen können, standen im Raum.

Mehr Transparenz beim Ausweisen von Biotopen forderte ein Bürger. »Flächen werden über den Köpfen der Bürger einfach in einen anderen Status versetzt, wer entschließt das eigentlich?« Gschoßmann beschwichtigte, dass dies alleine von Amtswegen geschieht, die Gemeinde hätte also keinen Einfluss darauf. Jedoch können bei Geschäftsführer Martin Willeitner jederzeit diese Biotop-Flächen erfragt werden.

Der Forderung nach einer großen zentralen Wand für Wahlplakate möchte die Gemeinde entgegen kommen. Dass für die Landtagswahl viele vereinzelte Plakatständer oftmals unmittelbar neben den Straßen in Ramsau angebracht wurden, verärgerte doch den einen oder anderen Bürger. Caroline Irlinger