Bildtext einblenden
Die vielen wasserreichen Bäche täuschen vor, es sei genügend Wasser vorhanden. (Foto: Biosphärenregion BGL)

Wasser, ein wertvolles Gut – Biosphärentipp: Wie gehen wir nachhaltig mit der kostbarsten Flüssigkeit unseres Planeten um?

Berchtesgadener Land – Die extreme Hitze in diesen Wochen und damit verbunden die zunehmende Dürre machen Mensch und Natur in der Biosphärenregion zu schaffen. Der langjährige Trend steigender Verknappung von Grund- und Trinkwasser setzt sich auch dieses Jahr weiter fort.


Wenngleich das Berchtesgadener Land noch etwas besser dasteht, sind auch hier die besorgniserregenden Auswirkungen zu spüren. Die vielen auf den ersten Blick wasserreichen Bäche, Flüsse und Seen sowie die üppige Vegetation verschleiern die Wahrheit: Der Wassermangel wird auch bei uns immer mehr zum Problem. Die Vegetation leidet unter Trockenstress, die Waldbrandgefahr steigt und der Grundwasserspiegel sinkt.

Ganz im Gegensatz zu unserem Wasserverbrauch. Derzeit liegt der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch pro Kopf und Tag in Deutschland bei 129 Litern. Gut ein Drittel davon entfällt auf Körperhygiene. Ein weiteres knappes Drittel macht der Wasserverbrauch der Toilettenspülung aus und das letzte gute Drittel teilen sich Kochen, Trinken, Putzen, Spülen, Wäsche waschen und Gartenbewässerung.

Viel zu oft nehmen wir es als selbstverständlich hin, permanent und ausreichend sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu haben. Doch damit dies auch in der Zukunft so bleibt, sollte unser Umgang mit den kostbaren Wasserressourcen nachhaltiger werden. Das einfachste Mittel liegt daher auf der Hand: Wasser sparen. Und das ist in unserem Alltag einfacher, als man denken möchte.

Wassersparende Duschköpfe nutzen beispielsweise 30 Prozent weniger Wasser als herkömmliche und wer anstatt ein Bad zu nehmen lieber duscht, verbraucht nur etwa die Hälfe an Wasser. Moderne Toilettenspülkästen mit Spülstopptaste kommen mit wesentlich weniger Wasser aus und auch im Garten lässt sich ganz einfach eine Menge Wasser sparen.

So sollten wir Pflanzen und Rasen nur am frühen Morgen oder Abend bewässern, denn zur Mittagszeit verdunsten bis zu 90 Prozent des ausgebrachten Wassers bevor es die Pflanzen aufnehmen können. Ein höherer Rasen braucht außerdem weniger Wasser und liegen gelassener Rasenschnitt senkt im Sommer zusätzlich die Verdunstung. Für sehr heiße oder sonnige Standorte eignen sich am besten Pflanzen mit geringem Wasserbedarf wie etwa Steingartenpflanzen. Wer die Möglichkeit hat, Regenwasser zu sammeln, kann und sollte dies auch zur Bewässerung des Gartens verwenden. So lässt sich mit einfachen Tricks und dem Überdenken unserer Gewohnheiten auf einfache Weise Trinkwasser sparen.

fb