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Was tun wenn der Strom ausfällt?

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Foto: pixabay.com

Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu mehr als 200.000 Unterbrechungen in der Stromversorgung. Oftmals trifft es ganze Stadtviertel oder Kommunen, ebenso oft aber merken wir es gar nicht, weil die Unterbrechung nur kurz ist oder nur bestimmte Stromkreise außerhalb der öffentlichen Versorgung betroffen sind. International gesehen gehört Deutschland zu den Ländern mit dem zuverlässigsten Stromnetz, doch wenn dann doch einmal die Lichter ausgehen (wie kürzlich am Rhein), kann es nicht schaden, ein wenig vorgesorgt zu haben.


Mit Notstromerzeugern absichern

Eine einfache, günstige und äußerst zuverlässige Variante, für den Fall eines Stromausfalls vorzusorgen, ist die Anschaffung eines Notstromaggregats. Diese kompakten Geräte finden sich mittlerweile in immer mehr Einfamilienhäusern, aber auch in Mehrparteienhäusern, und liefern beispielsweise auch dann Strom, wenn die hauseigene Photovoltaikanlage aufgrund von zu wenig Sonnenschein ausfällt. Auch in abgelegenen ländlichen Gegenden, in denen die Stromversorgung aufgrund von veralteten Leitungen oder zu großen Distanzen unregelmäßiger ist, kommen Generatoren nicht selten zum Einsatz. In Online-Shops für Stromerzeuger findet man handliche Generatoren, die mit Diesel oder Benzin laufen, schon für schmales Geld. Dabei sollte man aber darauf achten, dass die Leistung und Füllmenge auch in Relation zum tatsächlichen Bedarf steht, schließlich soll das Gerät ja auch die zeitweise Versorgung des Hauses mit Strom stemmen können. Ebenfalls nicht unwichtig ist die Betriebslautstärke des Generators, vor allem in Wohngebieten. Darüberhinaus sind bei allen Geräten besondere Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. Das betrifft den Betrieb des Gerätes selbst, die Lagerung des Brennstoffes, aber auch die Abluft und die Entsorgung der Verbrennungsreste.

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Baustellen und Gewerbe sind auf Strom angewiesen

Anders als bei privaten Haushalten ist ein Stromausfall im gewerblichen Kontext keine reine Komfortfrage, sondern hat bisweilen ernste wirtschaftliche und rechtliche Konsequenzen. Vor allem energieintensiv arbeitende Betriebe stehen völlig still, wenn der Saft ausgeht. Während große Fertigungshallen meist über eine autonome Stromversorgung für diesen Fall verfügen, sind kleine und mittelständische Betriebe eher nicht darauf vorbereitet. Unternehmer sollten sich also mit einer Absicherung durch größere Generatoren oder professionelle Stromerzeugungssysteme befassen, bevor ihr Geschäft ernsten Schaden nimmt. Auch hier bieten Online-Anbieter günstige Lösungen an. Etwas weniger dramatisch, aber dennoch ärgerlich ist ein Stromausfall auf einer Baustelle, denn auch dort bedeutet ein Arbeitsstillstand Nachteile für Bauherr und ausführende Betriebe. Aus diesem Grund sind autonome Stromerzeuger auf privaten und gewerblichen Baustellen eher die Regel als die Ausnahme. Mit einem entsprechend leistungsstarken Generator lassen sich Ausfallzeiten überbrücken oder sogar für gewisse Zeiträume Mehrbedarfe decken – etwa wenn besondere Maschinen nur für eine begrenzte Zeit zum Einsatz kommen und der Anschluss an das Hausnetz sich als schwierig gestaltet.

Zum Überbrücken zuhause reichen oft auch Kerzen

Ein Stromausfall ist in der Regel kein Grund, in Panik zu verfallen. Selbst Ausfälle von mehreren Minuten oder gar Stunden lassen sich problemlos aussitzen. Strom ist uns zwar selbstverständlich geworden, doch lebensgefährlich ist so ein Stromausfall dann auch nicht. Vorsichtshalber sollten Sie aber einige Maßnahmen treffen, damit die Störung Sie nicht ganz so unvorbereitet trifft. Sie sollten beispielsweise immer einen kleinen Vorrat an Batterien und Kerzen oder gegebenenfalls eine Öllampe nebst Lampenöl im Haus haben. Licht ist meist das dringendste Problem und eine griffbereite Taschenlampe oder ein paar Kerzen beruhigen die Nerven, wenn es plötzlich dunkel wird. Schalten Sie vorsichtshalber alle elektrischen Geräte aus, die entweder Schaden nehmen könnten oder aber Schaden verursachen, wenn sie plötzlich überraschend wieder aktiviert werden. Letzteres betrifft zum Beispiel Bügeleisen, Herdplatten oder Elektrowerkzeuge. Um den Kühlschrank oder die Eistruhe müssen Sie sich indes nicht sonderlich sorgen. Solange diese geschlossen bleiben, speichern sie genug Kälte, um auch einen mehrstündigen Stromausfall zu überstehen. Etwas anfälliger sind Heizung und Wasserversorgung, da die jeweiligen Pumpen meist elektrisch betrieben werden. Es ist also gut, für den Notfall immer etwas Wasser in Flaschen sowie ein paar warme Decken parat zu haben. (agm)