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Wahlen 2014 schon jetzt Thema in Oberwössen

Unterwössen. Guten Zuspruch erfuhr die Informationsveranstaltung der Oberwössner Wählergemeinschaft im Gasthof zur Post. Gut 60 Zuhörer hörten den Rückblick des Zweiten Bürgermeisters Barthl Irlinger auf die Parteiarbeit seit 2008. Daran schloss sich eine lebhafte Diskussion an.

Barthl Irlinger sprach sich gegen ein Wahlverfahren über eine Einheitsliste für die Kommunalwahl 2014 aus. Was in Schleching (1700 Einwohner) funktioniere, müsse in der ungleich größeren Gemeinde Unterwössen nicht funktionieren. Die Direktwahl von einzelnen Kandidaten sei auch im herkömmlichen Wahlsystem möglich. Irlinger meinte, dass Bürger bei der letzten Wahl überwiegend über Listenkreuz gewählt hätten, die Möglichkeit der Direktwahl also verstanden hätten. Ein Wahlkampf im normalen Wahlverfahren täte der Gemeinde gut, sorge für höhere Wahlbeteiligung und frische Ideen.

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In der Diskussion schlug unter heftigem Beifall ein Zuhörer vor, »sieben gerechte Oberwössner« auf der Einheitsliste zu präsentieren, dann würden die Oberwössner diese schon wählen. Wer hoffe, auf diese Weise einen Wahlerfolg zu erzielen, meinte Irlinger, setze sich nicht mit den Stimmverhältnissen zwischen den Ortsteilen auseinander. So etwas bringe der Wählergemeinschaft ein schlechteres Ergebnis als aktuell. Irlinger sagte aber auch, »wenn die Einheitsliste mit Nachdruck gewünscht wird, werden wir uns dem nicht verschließen, auch wenn das – wie wir meinen – für uns nachteilig wäre.«

Besorgte, vom Hochwasser bedrohte Oberwössner brachten ihr Unverständnis darüber zum Ausdruck, dass der Hochwasserschutz in Oberwössen nicht vorankomme. »In Unterwössen ist alles fertig. Dass man in Unterwössen 100 Prozent macht und in Oberwössen nichts, ist mir unverständlich!«, so der Zuhörer. Auch als der angesprochene Bürgermeister Hans Haslreiter und Barthl Irlinger übereinstimmend darauf verwiesen, dass der Hochwasserschutz im Kreis nach einer Prioritätenliste abgearbeitet würde, und Oberwössen jetzt auf dieser Liste ganz nach oben gerückt sei, blieben die Bürger enttäuscht. »Ihr hättet da mehr Druck machen müssen!«, warfen sie den Politikern vor.

Und beim Tetrafunk hätten die Gemeindepolitiker das Heft zu schnell aus der Hand gegeben, als sie sich keinen Widerspruch vorbehielten. Zu diesem Punkt verwies Feuerwehrkommandant Walter Bauer auf den Bedarf gerade in den abgelegenen Ecken Oberwössens. Das Hauptargument der Gegner, das jetzige Funkmodell sei veraltet, sah Bauer besonders. Bei den Entscheidungswegen in der Bundesrepublik sei jedes große Projekt wegen der langen Verfahren veraltet, ehe es fertig sei.

Zweiter Bürgermeister Barthl Irlinger verband sein Schlusswort mit dem Wunsch nach weiterer Unterstützung für die Oberwössner Wählergemeinschaft und ihre Arbeit. lukk