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Wagnis und Freude der Kreativität

Eine umfangreiche Ausstellung mit etwa 80 Aquarellen der Malgruppe um Brigitte Rieder ist derzeit im Kulturzentrum in Traunstein zu sehen. Anlässlich der Vernissage sagte Traunsteins Alt-Oberbürgermeister Fritz Stahl, dass sich eine lebendige Stadt dadurch auszeichne, dass Kunst nicht nur Beiwerk des gesellschaftlichen Lebens, sondern fester Bestandteil ist. Werde eine Ausstellung ins Auge gefasst, so heiße dies aus der Sicht des Künstlers, sich auf ein Ziel – auch zeitlich – einzulassen, das Wagnis und die Freude der Präsentation einzugehen, von sich selbst etwas zu zeigen und die eigene Gedankenwelt zu präsentieren. Passend zur Ausstellung zitierte Fritz Stahl einen Spruch von Wilhelm Busch: »Solange Herz und Augen offen, um sich am Schönen zu erfreuen, so lange darf man freudig hoffen, wird auch die Welt vorhanden sein.«

Unsere Bilderleiste zeigt (v. l.) die Arbeiten »Winterpause« von Waltraud Stumpfegger, »Winter in der Filz'n« von Brigitte Rieder und »Der Zirkus-Clown« von Erika Goreck. (Fotos: Gloßner)

Die facettenreiche Malgruppe wurde vor nunmehr 13 Jahren von Brigitte Rieder gegründet. Wichtigstes Anliegen der Künstlerinnen und Künstler ist es, ihre kreative Ader und künstlerische Wahrnehmung umzusetzen und dem Besucher näherzubringen. Gezeigt werden Blumen, Landschafts- und Reiseimpressionen, Stillleben und auch abstrakte Malerei.

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Die Traunsteinerin Brigitte Rieder ist eine spontane Malerin, sie entscheidet sich also relativ schnell für eine Bildaussage. Sie zeigt in der Ausstellung unter anderem die Werke »Straßencafé« und »Abendruhe«. Einmal sind es die Farben, die begeistern, dann wieder die zeichnerischen Elemente. Ein anderes Mal ist es die genaue Ausarbeitung oder die Reduzierung.

Karin Feldner aus Traunstein ist schon lange in der Malgruppe dabei. Sie träumt gerne von fernen Ländern, zeigt ein »Haus im Süden«, oder »...in der Hitze...«. Sie liebt ausgefallene Motive und kräftige Farben.

Ebenfalls aus Traunstein kommt Helga Wallner. Auch sie versteht es sehr gut, Naturmotive umzusetzen, so in ihrem hübschen Bild »Kastanien«, aber auch farbenfroh zu gestalten; beispielhaft dafür ist die Arbeit »Im Norden«.

Die vierte im Bunde der Traunsteinerinnen ist Waltraud Stumpfegger. Bei ihr sieht man sofort die Liebe zum Detail. Sie malt außergewöhnliche Stillleben, »Stillleben Krüge« oder »Stillleben Tisch« und Straßenszenen.

In der Motivwahl von Erika Goreck, die aus Fridolfing stammt, erkennt man auch ihre Verbundenheit zur Natur, so in den Bildern »Steinpilze« oder »Erinnerung an die Provence«. Rieke Kiermeier, ebenfalls aus Fridolfing, zeigt ihre Werke »Paris« und »La vie en rose«. Sie liebt kräftige Farben und starke Kontraste.

Perdita Köttler aus Fridolfing wählt ihre Motive bevorzugt aus dem Norden Deutschlands, einen »Leuchtturm« oder »Nach der Arbeit«.

Petra Thalbauer aus Fridolfing weckt mit ihren farbenfrohen und kontrastreichen Bildern das Interesse der Besucher, aber auch mit ihren Landschaftsbildern »Schönramer Filz« und »Chiemsee-Ufer«.

Manfred Beer aus Chieming zeigt interessante Tierbilder, wie »Elefanten« und »Enten am Chiemsee«.

Gertrud Zillner aus Surberg geht gerne ins Detail, was man vor allem in ihren Traunsteiner Bildern sehen kann, so in »Traunstein unterm Jacklturm«. Sehenswert auch ihre »Abendstimmung in den Bergen«.

Die lichtdurchfluteten Bilder von Luise Buchner aus Oberwössen beeindrucken vor allem durch klare Farben, zum Beispiel die Arbeiten »Anemone« und »Amaryllis«.

Die Ausstellung ist noch bis zum Sonntag, 4. November, zu sehen. Öffnungszeiten sind täglich von 10 bis 18 Uhr. fg