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Wacker geschlagen

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Westendorf - Die Ringerstaffel des TSV Berchtesgaden unterlag beim Tabellenzweiten TSV Westendorf nicht unerwartet, aber auch nicht so hoch wie befürchtet. Mit nur neun Ringern, darunter zwei Debütanten, zogen sich die Gäste recht achtbar aus der Affäre. Zwei starke Berchtesgadener Kräfte waren krank und ein Ringer beruflich unabkömmlich. Zudem ging Hans Preinfalk ins Schwergewicht, wobei er in seiner Klasse sicher mehr hätte ausrichten können.


Eine Klassevorstellung bot neuerlich Lukas Laue (F 55), der einige sehenswerte Beinangriffe durchzog und nach drei gewonnenen Runden als 3:0-Punktsieger von der Matte ging. Hans Wolfgang Preinfalk rechnete sich auch im Schwergewicht etwas aus und führte nach Runde eins schon mit 2:0. Dann jedoch kam der weitaus schwerere Gastgeber-Ringer und gewann die nächsten beiden Runden. Weil sich Preinfalk in der vierten Runde eine Verwarnung eingehandelt hat, verlor er den Kampf 1:3. Berchtesgaden führte dennoch zum Kampfbeginn mit 4:3.

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Debütant Wolfgang Aschauer hielt zunächst gut mit und ließ in Runde eins nur eine 6:3-Führung seines Gegners zu. Dann jedoch setzte sich der Westendorfer immer mehr durch und landete schließlich einen Schultersieg, der die Gastgeber mit 7:4 in Front brachte.

Die Klasse bis 96 Kilogramm blieb vom TSV Berchtesgaden unbesetzt, die Gastgeber führten somit 11:4. Auch Christoph Graßl (F 66A) hielt in einem guten Kampf mit vielen taktischen Raffinessen gut mit, unterlag aber dennoch mit 1:3-Punkten.

Stark angefangen hat Andreas Pfnür (F 84A), der in der ersten Runde schon mit 5:2 vorne gelegen ist. Dann jedoch setzte sich der Gastgeber besser in Szene und holte sich die nächsten drei Runden zum 3:1-Punktsieg, der nun Westendorf mit 17:6 voran sah. Korbinian Hillebrand (G 66B) erwies sich im nächsten Kampf als der aktivere Ringer, der schließlich auch mit 3:1 gewann und Berchtesgaden auf 18:9 brachte.

Florian Rehlegger ging eine Gewichtsklasse hinauf und sah sich dort sowohl einem schwereren als auch technisch sehr versierten Ringer gegenüber, der ihm keine Chance ließ und durch Technische Überlegenheit mit 4:0 gewann. Der erst 15-jährige Marius Mackamul (F 74A) wehrte sich tapfer und holte in Runde eins sogar zwei Punkte. Dann jedoch setzte sich die Erfahrung des Gastgebers durch, der in der zweiten Runde einen Schultersieg landete. Schließlich hielt auch Alexander Petersen (G 74B) gut dagegen und ließ nicht viel zu. Dennoch musste auch er sich mit 0:3 geschlagen geben, sodass der TSV Westendorf als 29:9-Sieger feststand.

»Die Staffel hat sich tapfer geschlagen, die jungen Leute machen uns große Freude. Wir müssen noch etwas Geduld haben«, erklärte Abteilungsleiter Hans Labacher. cw