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Von Wirtshausschlägereien, Whiskey und Bier

Die Irish-Folk-Band »Gemstone«, die aus Lehrern des Staatlichen Landschulheims Marquartstein und des Ludwig-Thoma-Gymnasiums Prien besteht, gab im Festsaal des Landschulheims Marquartstein ein sehr gut besuchtes Konzert, das mit viel Applaus bejubelt wurde.

»Gemstone« begeisterte so sehr, dass die Zuhörer selbst nach den Zugaben noch nicht genug hatten, einfach sitzen blieben und selber weiter sangen.

Stimmungsvoll vorgetragene Balladen wechselten mit derben Volksliedern über Wirtshausschlägereien und Wiskeykonsum. Sänger und Gitarrist Martin Staiger, der mit wortwitzigen Kommentaren durchs Programm führte, äußerte in diesem Zusammenhang die Vermutung, dass der berüchtigte bayerische Bierkonsum mit der Christianisierung durch irische Wanderprediger zu tun habe.

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Durch häufige Taktwechsel innerhalb der Lieder und eine außergewöhnlich abwechslungsreiche Instrumentierung versetzte die Band ihr Publikum in beste Stimmung. An der Geige war Katharina Binz zu hören, Wini Kober an der Gitarre und Willi Weiß am Akkordeon.

Multitalent Franz Auer, der sich das Spielen mit seinem selbst gebauten Dudelsack autodidaktisch beigebracht hat, wartete zudem mit Flöte, Bodran und Villeann Pipe auf. Der Hingucker war an beiden Abenden Andrea Zannantonio, die nicht nur mit ihrer hinreißenden Stimme, sondern auch durch einzelne Irish-Dance-Einlagen faszinierte.

Dass das Publikum trotz einiger Zugaben immer noch nicht gesättigt war, im Festsaal des Landschulheims einfach sitzen blieb und selbstständig weiter sang, dürfte Indiz genug sein, dass man Konzerte der Band »Gemstone« auf keinen Fall verpassen sollte.