weather-image

Von Kindesbeinen an im Skigeschäft

0.0
0.0
Berchtesgaden: Wilfried Däuber ist Rennleiter beim Europacup am Krautkaserhang | Königssee
Bildtext einblenden
Wilfried Däuber ist dem Skirennsport immer noch eng verbunden. Am Wochenende ist der 64-Jährige beim Europacup am Krautkaserhang als Rennleiter eingesetzt. (Foto: Christian Wechslinger)

Als Sohn des Skiweltmeisters von 1932, Friedl Däuber, der in seinem Berufsleben stellvertretender Betriebsleiter der Jennerbahn war, schlug auch der junge Wilfried Däuber eine Laufbahn im Skisport ein. Der 64-Jährige ist Technischer Delegierter der FIS und Vorstand des Skiklubs Berchtesgaden. In dieser Funktion ist er am Wochenende beim Europacup am Krautkaser als Rennleiter eingesetzt.


Nach Jahren bei den österreichischen Firmen Kässbohrer und Palfinger wechselte Däuber in die Heimat zur Jennerbahn, bei der er bis zum letzten Jahr Betriebsleiter und Prokurist war.

Anzeige

Däubers Faible für den Skisport prägten schon seine Eltern, die beide Spitzensportler im alpinen und nordischen Skilauf sowie Teilnehmer an den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen waren.

Auch Däubers Schwestern Irmi und Elisabeth waren sehr erfolgreiche Rennläuferinnen. So blieb Wilfried Däuber nichts anderes übrig, als auch Skirennläufer zu werden. Däuber gewann im Nachwuchsbereich viele Skirennen, verschrieb sich dann aber einer beruflichen Laufbahn, die ihn in der Firma Kässbohrer neuerlich mit dem Skisport zusammenbrachte.

Nachdem der unvergessene Skipionier Hans (Esterle) Brandner seine aktive Funktionärslaufbahn beendet hatte, übergab er Wilfried Däuber die Geschäfte. Seitdem ist Däuber hochrangiger Funktionär als Technisch Delegierter des Internationalen Skiverbandes (FIS). In dieser Zeit wurde er über 50-mal bei internationalen Skirennen und dabei auch bei mehreren Weltcupveranstaltungen und Weltmeisterschaften eingesetzt. Diese Einsätze brachten den Bischofswieser durch viele europäische Alpentäler, aber vor allem auf die Berge.

Seit 1995 leitet Däuber als Vorstand auch die Geschicke des SKB, des ältesten Berchtesgadener Skiklubs. Der führt am Samstag und Sonntag am Krautkaser zwei Europacuprennen durch, bei denen Däuber als Rennleiter eingesetzt ist. Die deutschen Starter sind dort mit guten Chancen dabei. Allerdings müssen sie erst einmal den bekannt schwierigen Krautkaserhang meistern, der bei jedem Rennen viele Läufer aus dem Kurs wirft.

»Beim Europacup bekommen wir es natürlich mit einer besonderen Güte an Rennläufern zu tun. Doch wenn auch die Ausfallquote nicht so hoch wie bei Nachwuchsrennen sein wird, so kommen sicher nicht alle Läufer ins Ziel«, blickt Däuber auf das kommende Rennwochenende, dem er beruhigt entgegensehen kann. Denn der Hang ist perfekt hergerichtet und mit dem Technisch Delegierten Walter Kulha und dem Europacup-Beauftragten Wim Rossel aus Österreich stehen dem Gesamtleitenden Wilfried Däuber zwei absolute Profis zur Seite.

Däuber freut sich auch schon sehr auf die gemeinsame Eröffnungsfeier mit den Skibergsteigern am Freitag um 18 Uhr auf dem Weihnachtsschützenplatz. »Das ist ein absolutes Novum und kann den beiden Sportarten nur förderlich sein«, ist sich Däuber sicher.

Christian Wechslinger