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»Vom Chiemsee zum Grand Canyon«

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Das Felsenmeer des Grand Canyon als Urbild von Stein-Landschaft. (Foto: Graichen)

Der im nördlichen Chiemgau ansässige Maler Hans Torwesten ist in der Region bekannt für seine ausgefeilten Aquarelle von Motiven aus der Landschaft rund um den Chiemsee, die ihn inspiriert und anregt. Denn dem Maler gelingt es, die Faszination der Landschaft dem Betrachter authentisch zu vermitteln. Dass Hans Torwesten noch mehr als bisher den Kreis weitet und ganz andere Landschaften zum Gegen-stand seiner künstlerischen Durchdringung macht, zeigen die »Reisebilder« die er bis einschließlich Sonntag im Ausstellungsraum im Haus des Gastes in Gstadt präsentiert.


Aus dem Untertitel »Vom Chiemsee zum Grand Canyon« geht die Spannweite der Objekte hervor, denen sich Hans Torwesten in Aquarell und auch Ölbild widmet. Chiemsee-Landschaften stehen neben mediterranen, die Abbildung enger Gassen in einem marokkanischen Basar neben der Urtümlichkeit der Naturlandschaft des amerikanischen Grand Canyon. Immer geht es Hans Torwesten darum, das Charakteristische des Landschaftsausschnitts zu erfassen, die Kräfte mitzudenken, die ihn geformt haben. Neben zeichnerisch durchgearbeiteten Details im Vordergrund steht die großzügig dynamische Komposition eher im angedeuteten Hintergrund.

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Hans Torwesten begann seine künstlerische Laufbahn zu einer Zeit, als nur die abstrakte Malerei als professionell galt, mit filigranen Federzeichnungen und surrealen Aquarellen und Ölbildern – abstrahierende Werke, die sich aus dem Inneren des Künstlers heraus entfalteten. Seit den achtziger Jahren bestimmte mehr und mehr die Landschaft als Thema sein künstlerisches Schaffen. Doch auch jetzt entstehen noch abstrakte Gemälde im Atelier Torwestens und die unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksweisen befruchten sich gegenseitig. Hans Torwesten abstrahiert auch im Erfassen des Gegenständlichen. Der Ausschnitt aus der Landschaft ist unverwechselbar; doch im subjektiven Blickwinkel und der Reduktion auf das Wesentliche werden die Grenzen zur abstrakten Malerei fließend. In den in Gstadt gezeigten Bil-dern aus dem Grand Canyon bekommt die Parallelität der Sichtweisen eine besondere Qualität. Bizarre Felsformationen laden geradezu dazu ein, im Gegenständlichen das Abstrakte zu erkennen.

Ein Besuch der Ausstellung im Haus des Gastes in Gstadt ist noch möglich bis zum Sonntag, täglich von 11 Uhr bis 19 Uhr. Eine weitere Ausstellung findet vom 1. bis 8. August in der Tourist-Info in Waging am See statt. ig