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Voltimer baut VW-Oldies zu Elektroautos um

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Käfer als Elektroauto
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Elektrisches Krabbeltier: Voltimer baut VW-Oldies wie den Käfer zu E-Autos um. Foto: Thomas Geiger Foto: dpa

Die Hülle historisch, der Motor auf der Höhe der Zeit: Die Firma Voltimer rüstet VW Käfer und Bulli zu E-Autos um. Mit ihnen ist man in jedem Fall sauberer unterwegs - aber nicht schneller.


Blaustein (dpa/tmn) - VW Käfer und Bulli als Elektroautos bietet die Firma Voltimer in Blaustein bei Ulm an. Die hat sich vor allem auf den VW Käfer und den VW Bulli aus den Generationen T1 und T2 spezialisiert.

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Dafür importiert man vergleichsweise junge Gebrauchte mit geringer Laufleistung aus Südamerika und rüstet sie gemeinsam mit drei Partnerwerkstätten binnen 100 Stunden zum Elektroauto um, erläutert Firmenchef Johannes Boddien. Die ersten fünf Autos sind bereits fertig, drei weitere in Arbeit und drei in der Planung.

Angetrieben werden Käfer und Bulli von einem elektrischen Industriemotor, der sonst in Rolltreppen und großen Toren verbaut ist. Er leistet 28 kW/38 PS und ist mit 220 Nm deutlich antrittsstärker als die Boxer-Benziner der Originale. Deshalb könnten die elektrisierten Klassiker bis zu 150 km/h erreichen, werden aber mit Blick auf die Zulassung bei der ursprünglichen Höchstgeschwindigkeit abgeregelt.

Die Akkus lässt Voltimer selbst fertigen oder nutzt gebrauchte Zellen aus verunfallten Tesla-Modellen. Sie werden in vier Leistungsstufen verkauft: Es gibt den Käfer für etwa 30.000 Euro als City mit etwa 70 Kilometern Reichweite oder für knapp 40.000 Euro als Hobby mit 140 Kilometern Aktionsradius. Den Bulli verkauft Boddien als Hobby mit 200 Kilometern Reichweite (59.900 Euro) oder mit 400 Kilometern für etwa 75.000 Euro.