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»Vieles konnte geschaffen werden«

Übersee. Bürgermeister Marc Nitschke ist seit 2008 im Amt. Der 39-Jährige ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht. Der CSUler hat keine Kinder und ist ledig.

Marc Nitschke

Wieso wollen Sie erneut Bürgermeister werden?

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Vieles konnte in den letzten Jahren in unserer Gemeinde geschaffen werden. Unter anderem wurden auch etliche Großprojekte realisiert wie die Bahnüberführungen und das Feuerwehrhaus mit Musikheim. Aber große Herausforderungen stehen in den nächsten Jahren auch an. Denken Sie an den Sozialbereich, die Anforderungen im Gewerbe und im Tourismus, oder auch den ökologischen Bereich und die Aufgaben, die die Energiewende und der Hochwasserschutz für uns mit sich bringen. Auf diesem Weg in die Zukunft möchte ich unsere Gemeinde weiter begleiten, weil ich begeisterter Überseer bin.

Welches Problem wollen Sie in Übersee als erstes angehen, wenn Sie wiedergewählt werden?

Ich sehe eher Aufgaben und Herausforderungen statt »Probleme«. Der Leitfaden meiner Arbeit wird es auch künftig sein, allen Bürgern und allen Generationen eine attraktive Heimat zu bieten. Unter anderem gehört hierzu beste Betreuung für unsere kleinsten Gemeindebürger durch die Errichtung einer zweiten Kinderkrippe am Zellerpark, damit sich Beruf und Familie in unserer Gemeinde verbinden lassen. Aber auch die Schaffung einer bedarfsgerechten Senioreneinrichtung mit Tages- und Kurzzeitpflege soll vordringlich umgesetzt werden, damit unsere älteren Mitbürger ihren Lebensabend in Übersee verbringen können.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Gemeinde?

Der Zusammenhalt der Bevölkerung, eine starke Dorfgemeinschaft und das herausragende Engagement unserer Vereine und des Ehrenamtes. Gerade im Sozialbereich ist Übersee hervorragend aufgestellt. Besonders beeindruckend waren der Einsatz und die Hilfsbereitschaft während der Hochwasserkatastrophe im Juni 2013. Hier konnte man sehen, dass unsere Gemeinde stark ist, weil sich viele Menschen engagieren.

Wie würde Sie ein sehr guter Freund beschreiben?

Ich hoffe, nur positiv.

Welche starken Eigenschaften haben Sie? Wo liegen Ihre Schwächen?

- Zielstrebigkeit: Ich möchte immer etwas voranbringen.

- Hilfsbereitschaft: Ich setze mich für diejenigen ein, die Hilfe benötigen.

- Gerechtigkeitssinn: Bei schwierigen Fragen möchte ich für alle Beteiligten eine Lösung finden.

Schwächen: Manchmal werde ich ungeduldig, wenn etwas zu lange dauert oder keine Ergebnisse rauskommen. Ansonsten fragen Sie besser andere.

War es richtig, das Bürgerbegehren zur Neugestaltung der Feldwieser Bucht nicht zuzulassen? Es gibt immer noch viele kritische Stimmen.

Ja, es war richtig. Es handelte sich hierbei um eine klare und eindeutige Mehrheitsentscheidung des Gemeinderats mit 15:1 Stimmen wegen Unzulässigkeit des Bürgerbegehrens. Die Bürgerinitiative ließ ihre Klagemöglichkeit hierzu ungenutzt und reichte stattdessen eine Popularklage zum Bayerischen Verfassungsgerichtshof ein. Diese ist mittlerweile jedoch auch rechtskräftig abgewiesen worden.