Versprochenen Lottogewinn teuer bezahlt – Traunreuterin fällt auf Betrüger herein

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Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Traunreut – Eine 51-jährige Traunreuterin wurde Opfer einer Betrugsmasche, bei der ihr ein angeblicher Lottogewinn vorgegaukelt wurde.


Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, erhielt die 51-Jährige am Montag von einem angeblichen Mitarbeiter einer Lottospielgemeinschaft einen Anruf, sie hätte 49.000 Euro gewonnen. Der Gewinn würde ihr von einer Sicherheitsfirma persönlich übergeben. Allerdings müsse sie für den Notar und den Transport 900 Euro bezahlen.

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Da die anfallende Gebühr von den Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes nicht in bar entgegen genommen werden dürfe, müsse sie "STEAM-Wertkarten" im genannten Gegenwert kaufen. Dabei handelt es sich um Wertkarten für ein Spieleportal im Internet. Die Traunreuterin kaufte daraufhin diese Wertkarten in einem Elektrofachmarkt.

Im weiteren Verlauf riefen die angeblichen Mitarbeiter dieser Spielgemeinschaft wieder an und erfragten nun die Sicherheitscodes auf der Rückseite der Wertkarten. Es sollte überprüft werden, ob die Wertkarten tatsächlich den genannten Geldwert enthalten würden. Tatsächlich diente diese Befragung dazu, dass die Betrüger Zugriff auf die Wertkarten erlangen konnten. Der Gegenwert der Wertkarten wurde von den Betrügern sofort abgebucht.

Am nächsten Tag erhielt die Geschädigte von der Betrügerbande einen erneuten Anruf, dass ihnen bei der Gewinnsumme ein Fehler unterlaufen sei. Es würde sich tatsächlich um einen Gewinn von 94.000 Euro handeln. Dafür wären aber erhöhte Kosten fällig. Die Traunreuterin sollte jetzt 4600 Euro auf ein Konto in Osteuropa überweisen. Dies kam der 51-Jährigen doch komisch vor und sie wandte sich an die Traunreuter Polizei. Schnell stellte sich heraus, dass sie auf eine derzeit aktuelle Betrugsmasche hereingefallen war.

Im Zusammenhang mit diesem Fall weist die Polizei eindringlich darauf hin, dass Gewinnversprechungen genau geprüft werden sollten. Wenn die Auszahlung der versprochenen Gewinne nur nach Vorauszahlungen der angeblichen Gewinner ausgezahlt werden können, sollte man sofort misstrauisch werden: so etwas ist in der Regel nicht seriös. Die Geschädigten sollen die Vorauszahlungen meist über Wertkarten wie z. B. PaySafe-, iTunes-, Steam- oder ähnliche Wertkarten leisten. Durch geschicktes Ausfragen gelangen die Betrüger an die Sicherheitscodes und der entsprechende Wert der Karte wird sofort abgegriffen. Der Gegenwert der Karten ist dann im Besitz der Betrüger und die Karten sind wertlos.

 

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