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Vermeintliche Schießerei in Burgkirchen löst Großeinsatz der Polizei aus

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Foto: dpa/Rene Ruprecht

Burgkirchen an der Alz – Eine Schießerei, zwei Verletzte und mehrere Messerstiche wurden der Polizei am Mittwochvormittag aus Burgkirchen gemeldet. Ein Großeinsatz wurde ausgelöst.


Gegen 10.40 Uhr wurden der Integrierten Leitstelle Traunstein mehrere Schüsse an einem Einkaufsmarkt in der Ortsmitte von Burgkirchen gemeldet. Es hätte zwei Verletzte durch Schusswaffen gegeben. Ebenso sei es zu Messerstichen gekommen.

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Über die Polizeieinsatzzentrale Rosenheim wurde die Polizei Burghausen als örtlich zuständige Dienststelle verständigt. Von hier wurde in Zusammenarbeit mit der Einsatzzentrale der in solchen Fällen vorgesehene Einsatzplan ausgelöst.

Innerhalb kürzester Zeit trafen in Burgkirchen über 20 Einsatzfahrzeuge aus Burghausen und den umliegenden Dienststellen ein. Auch mehrere Rettungsfahrzeuge aus Altötting und Burghausen rückten an.

Am beschriebenen Tatort war allerdings alles ruhig. Befragte Passanten hatten ebenfalls nichts bemerkt. Da sich ein Gewaltverbrechen zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausschließen ließ, wurde die Ortsgebiete Burgkirchen und Gendorf mit starken Polizeikräften abgesucht – mit negativem Ergebnis.

Gegen 12 Uhr konnte zumindest hinsichtlich der vermeintlichen Schießerei in Burgkirchen Entwarnung gegeben werden. Im Hintergrund liefen die Ermittlungen jedoch intensiv weiter. Diese führten um 13 Uhr zur erfolgreichen Festnahme eines dringend Tatverdächtigen.

Auslöser für den fingierten Anruf dürften gesundheitliche Probleme des Täters, eines 19-jährigen jungen Mannes aus Burgkirchen, gewesen sein. Von den zuständigen Behörden wurde die Unterbringung in einer Fachklinik angeordnet. Außerdem erwartet ihn nun unter anderem ein Strafverfahren wegen Notrufmissbrauchs und Vortäuschen einer Straftat.