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»Verliebt in meine Frau«: Liebeskomödie mit Gérard Depardieu

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"Verliebt in meine Frau"
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Patrick (Gerard Depardieu) hat seine Frau für die jüngere Emma (Adriana Ugarte) verlassen. Foto: Christine Tamalet/Weltkino Filmverleih GmbH Foto: dpa

»Verliebt in meine Frau«: Der Filmtitel klingt wie ein Widerspruch. Doch für einen alternden Ehemann ist es eine Erkenntnis, die ihn viele Schweißperlen kostet.


München (dpa) - So manchen Mann hat sie schon ereilt: die Midlife-Crisis. In dieser heiklen Phase des Lebens legen sich die Herren dem Klischee zufolge gerne mal einen neuen Wagen, einen neuen Look oder eben auch eine neue Frau zu.

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Doch nicht für jeden ist so ein Lebenswandel das Richtige - wie der neue Film »Verliebt in meine Frau« zeigt. Daniel (Daniel Auteuil) ist eigentlich glücklich in seiner Ehe mit Frau Isabelle (Sandrine Kiberlain). Das erfolgreiche Paar ist kinderlos und lebt in einer großen, schicken Pariser Wohnung. Beide haben gute Jobs und noch genügend Gemeinsamkeiten.

Doch dann trifft er nach langer Zeit zufällig seinen alten Freund Patrick, gespielt vom französischen Schauspieler Gérard Depardieu (69, »Asterix & Obelix«). Der Lebemann hat erst kürzlich seine Frau für eine Jüngere verlassen. Daniel lädt ihn mit seiner neuen Freundin für ein Kennenlernen zum Abendessen ein - und bereut es im nächsten Moment schon. Denn die verlassene Ehefrau war die beste Freundin seiner Isabell: Das Doppel-Date-Fiasko beginnt.

Auftritt der jungen Geliebten. Die hinreißende Emma erscheint - wie soll es anders sein - im hautengen roten Kleid als Inbegriff für Männerfantasien. Die Wirkung der jungen Frau zeigt sich prompt. Daniels Kopfkino spielt verrückt, Aussetzer beim Dinner inklusive. Unerwartet wird das Abendessen zu einer Bewährungsprobe für seine Ehe - zumindest in seiner Fantasie. Immer wieder schweift der Gastgeber ab zu wilden Abenteuern mit der jungen Geliebten.

Die Träume von Ausflügen nach Ibiza und Barcelona mit Emma sind der Kern des Films, nehmen also auch viel Zeit in Anspruch. An manchen Stellen lassen sie die Komödie aber etwas langatmig werden und wirken abgedroschen. Das Spiel mit dem Klischee vom alternden Lüstling scheint in vielen Szenen aber auch beabsichtigt zu sein.

Hauptdarsteller Auteuil (68), der in der Liebeskomödie auch Regie führte, nimmt sich bei seinem Spiel mit der Fantasie selbst auf die Schippe. Depardieu dagegen spielt den ernsthaften Liebhaber, der sein Glück mit beiden Händen festhält. Komödiantische Momente mit dem einstigen Obelix-Darsteller könnten einigen der Zuschauer fehlen.

Der heimliche Star des Films ist aber die 30-jährige Emma, gespielt von der in Deutschland eher unbekannten Darstellerin Adriana Ugarte. Mit ihrer Rolle als zurückhaltende und intelligente Femme fatale schafft sie Präsenz. Im Gegenteil zu Ehefrau Isabelle, die leider mit ihrer eindimensionalen »eifersüchtige Ehefrau«-Rolle nicht wirklich glänzen kann.

Verliebt in meine Frau, Frankreich 2018, 85 Min., FSK ab 0, von Regisseur Daniel Auteuil, mit Daniel Auteuil, Sandrine Kiberlain, Gérard Depardieu, Adriana Ugarte

Verliebt in meine Frau