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Verfassungsschützer verteidigt Kooperation mit umstrittenem V-Mann

Berlin (dpa) - Der NSU-Untersuchungsausschuss im Bundestag hat die frühere V-Mann-Praxis des Verfassungsschutzes scharf gerügt. Besonders der Umgang mit dem umstrittenen Informanten «Piatto» in Brandenburg sorgte für viel Kritik des Gremiums. Der Mann mit diesem Decknamen war 1995 wegen versuchten Mordes an einem Nigerianer zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Im Gefängnis wurde zu einem V-Mann. Einer seiner damaligen V-Mann-Führer, der heutige sächsische Verfassungsschutzchef Gordian Meyer-Plath, verteidigte die Kooperation mit dem Neonazi. Dessen Hinweise seien äußerst ertragreich gewesen.

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