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Urlauber stirbt am Watzmann vor 40-köpfiger Wandergruppe – Einsatz für Bergwacht Ramsau

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Der Pongauer Notarzthubschrauber „Martin 6“.
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Foto: Leitner, BRK BGL

Ramsau – Ein tragischer Todesfall in einer 40-köpfigen Wandergruppe auf der Schapbach-Alm am Watzmann forderte am Freitagnachmittag die Ramsauer Bergwacht. Ein Bergsteiger aus der Gruppe war plötzlich bewusstlos zusammengebrochen und konnte von den Rettern nicht mehr wiederbelebt werden. Weitere Einsätze hatten die Lebensretter am Mannlgrat, am Salzburger Hochthron und am Obersee.


Die Bergwacht Ramsau und der Landrettungsdienst des Berchtesgadener Roten Kreuzes waren am Freitagnachmittag auf der Forststraße zwischen Wimbachbrücke und Schapbachalm am Watzmann im Einsatz, wo

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Kurz nach 15 Uhr war im unteren Bereich der Forststraße zwischen Wimbachbrücke und Schapbachalm am Watzmann ein 68-jähriger Wanderer bewusstlos zusammengebrochen. Die Bergwacht Ramsau und der Landrettungsdienst des Berchtesgadener Roten Kreuzes rückten daraufhin zum Einsatz aus.

Trotz intensiver Wiederbelebungsversuche durch Ersthelfer und Einsatzkräfte konnten die Retter den Urlauber aus Nordrhein-Westfalen nicht mehr ins Leben zurückholen. Der Kriseninterventionsdienst der Bergwacht kümmerte sich um die betroffene 40-köpfige Wandergruppe.

Weitere Einsätze am Freitag am Mannlgrat und Salzburger Hochthron

Am Freitag gegen 13.50 Uhr rief ein 34-jähriger Urlauber an, der am südöstlichen Ende des Mannlgrats wegen des eisigen Steigs nicht mehr weiterkonnte. Der Mann war bereits vom Kehlstein aus über den Mannlgrat und die Göllleiten zum Hohen Göll gegangen, dann unterhalb des Gipfels wieder umgekehrt und über denselben Weg zurück.

Am Ende der Göllleiten war im das erste steile, vereiste Steilstück dann aber zu gefährlich, weshalb er einen Notruf absetzte. „Christoph 14“ aus Traunstein fand die Einsatzstelle rasch, nahm in der Scharitzkehl einen Berchtesgadener Bergwachtmann auf, flog ihn zu dem Unverletzten und dann beide am kurzen Tau in die Scharitzkehl aus. Die Bergwacht brachte den Mann dann zu seiner Urlaubsunterkunft zurück.

Am Freitag gegen 18 Uhr ging ein Notruf für die Marktschellenberger Bergwacht ein, da ein Wanderer oberhalb der Toni-Lenz-Hütte dachte, Hilferufe einer Seilschaft in der Kleinen Südwand (bis zum III-) des Salzburger Hochthrons gehört zu haben. „Christoph 14“ aus Traunstein suchte die Wände unterhalb der deutsch-österreichischen Grenze am Gipfelgrat ab, konnte aber keine Hinweise auf eine Notlage finden und im letzten Tageslicht nach Traunstein zurück.

Am Samstag kurz nach 17 Uhr ging ein Notruf für die Bergwacht Berchtesgaden von der Fischunkelalm am Obersee ein, wo eine 37-jährige Frau mit einer Fußverletzung Hilfe brauchte. Die Besatzung des Pongauer Notarzthubschraubers „Martin 6“ versorgte die Frau und flog sie mit ihrem Begleiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall. red/BRK BGL