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Unnötige Niederlage

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Der beste Tittmoninger Spieler Albert Buxbaum sichert die Spielkugel vor Christian Lindner. (Foto: Wechslinger)

Drei Spiele, drei Niederlagen. So ernüchternd sieht die bisherige Frühjahrsbilanz des TSV Berchtesgaden aus. Dabei wählten die Berchtesgadener trotz guter Bespielbarkeit des Rasenplatzes Breitwiese den viel zu kleinen Kunstrasenplatz. Offensichtlich wähnte sich der TSV Berchtesgaden auf diesem Platz gegenüber dem Tabellenführer aus Tittmoning im Vorteil.


Nach einer verteilten ersten Spielhälfte gingen die Platzherren im zweiten Abschnitt zunächst in Führung und hatten danach gute Chancen, mit weiteren möglichen Treffern den Sack zuzumachen. Doch das erlösende 2:0 fiel nicht. Vielmehr glich der Tabellenführer aus und gewann durch einen Treffer in der Nachspielzeit sogar noch 2:1, als dem neuerlich gut aufspielenden Abwehrchef Florian Popp ein Eigentor unterlaufen ist.

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Das Spiel auf dem Kunstrasenplatz verlief so wie alle anderen Spiele auf diesem kleinen Fußballfeld auch. Keine Mannschaft hatte im Durchschnitt mehr als zwei bis drei Ballkontakte, dann war wieder der Gegner am Ball, weil der Raum fehlt, ein Spiel aufzuziehen. So war es ein enger Kampf, indem keine Mannschaft der anderen die Möglichkeit zur Entfaltung gab. Torraumszenen blieben Mangelware, die Teams neutralisierten sich weitgehend. Dennoch kam Berchtesgaden in der Schlussphase der ersten Spielhälfte zu zwei guten Möglichkeiten. Zunächst bewahrte der Gästetorhüter Sorin Tanase seine Elf bei einem scharfen Schuss von Christian Lindner vor dem Rückstand (38.). Nur wenig später verzog Tsvjatko Petkov aus aussichtsreicher Position knapp. So ging es torlos in die Halbzeitpause, aus der die Berchtesgadener gestärkt kamen und sich erste Chancen erspielten. Bereits in der 56. Minute war es soweit. Die Berchtesgadener Offensive trickste die Gästeabwehr gekonnt aus und Christian Lindner musste nur noch zum 1:0 einschieben. »Wir hatten danach mehrere gute Möglichkeiten, doch es fehlte das Glück und auch das Vermögen. Wenn das 2:0 gefallen wäre, hätten wir auch gewonnen«, erklärte Berchtesgadens Trainer Richard Hartmann nach der unnötigen Niederlage, die Tittmoning mit dem Ausgleichstreffer in der 61. Minute durch Daniel Maier einleitete. Als sich die Zuschauer und auch die Spieler schon auf ein 1:1 einstellten, passierte dem sonst fehlerfreien Popp das Missgeschick eines Eigentores, das den Tabellenführer in der Nachspielzeit (92.) recht unverdient belohnt hat.

»Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat hart gekämpft. Aber uns fehlen derzeit das Glück und zudem drei wichtige Spieler«, so Hartmann nach der dritten Niederlage.

TSV Berchtesgaden: Schach; Popp, Botzenhard, Brazina, Heindl, Winkler, Gökbayrak, Lindner, Petkov, Hartmann, Beil, Dollinger, Tas. cw