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Union feiert ersten Bundesliga-Punkt: »Stolzer« Torschütze

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FC Augsburg - 1. FC Union Berlin
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Augsburgs Andre Hahn (l) stoppt Berlins Marius Bülter mit unfairen Mitteln. Foto: Stefan Puchner Foto: dpa

Union Berlin ist die Reaktion auf die bittere Bundesliga-Premiere gelungen. In Augsburg bejubeln die Eisernen den ersten Punkt und das erste Tor. Der Trainer hat bei den Wechseln ein gutes Händchen.


Augsburg (dpa) - Die mitgereisten Fans von Union Berlin feierten ihre Mannschaft noch lange nach Spielschluss. Mit großartiger Moral und am Ende sogar in Unterzahl verdiente sich der Aufsteiger mit einem verdienten 1:1 (0:0) beim FC Augsburg den ersten Punkt in der Fußball-Bundesliga.

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Nach dem 0:4 gegen RB Leipzig bei der Liga-Premiere war das Unentschieden ganz wichtig. »Heute haben wir das Gesicht gezeigt, dass wir uns vorgenommen haben«, sagte Kapitän Christopher Trimmel.

»Sehr stolz« war vor allem Sebastian Andersson, der als Joker das erste Union-Tor in der Bundesliga erzielte. Nach einer Co-Produktion zweier Einwechselspieler war der Angreifer in der 80. Minute auf Vorlage von Sebastian Polter erfolgreich. »Ich bin glücklich für die Jungs, weil sie in den 90 Minuten Vieles richtig gemacht haben«, sagte Trainer Urs Fischer.

Der FCA hatte eine Woche nach dem krachenden 1:5 bei Borussia Dortmund vor 27.703 Zuschauern durch Neuzugang Ruben Vargas geführt (59.). »Wir werden unseren Weg machen«, versicherte Coach Martin Schmidt, der von einem »gerechten Unentschieden« sprach. Nach einer Roten Karte für Innenverteidiger Keven Schlotterbeck (84.) wegen groben Foulspiels an Florian Niederlechner mussten die Gäste das Remis in der Endphase zu zehnt verteidigen.

Nach den hohen Niederlagen zum Saisonstart begannen beide Teams auf mehreren Positionen verändert. Bei den Augsburgern deutete sich an, dass der Defensive mit dem erfahrenen Schweizer Stephan Lichtsteiner (35) und dem von Bayer Leverkusen ausgeliehenen Tin Jedvaj (23) Qualität zugeführt wurde. Jedvaj patzte aber vor dem Ausgleich.

Bei Union rückte nach dem 0:4 gegen RB Leipzig der 30 Jahre alte Neven Subotic zur Stabilisierung in die Abwehrkette. Der einstige Dortmunder fand es »geil«, wieder in der Bundesliga aufzulaufen.

Vor der Pause prägten Kampf und hohe Bälle das Geschehen. Der mit sechs Neuzugängen formierten Augsburger Elf fehlten Automatismen. Immerhin überzeugte diesmal die neue Nummer 1 im Tor, Tomas Koubek. Der Tscheche glänzte besonders bei einem Kopfball von Polter (72.).

Schon zum Ende der ersten Hälfte kam Union zu Chancen. Marius Büler zielte aus der Distanz zu hoch (35.). Einen Schuss von Marcus Ingvartsen lenkte Lichtsteiner zur Ecke ab. Im Anschluss an diese prüfte Schlotterbeck Augsburgs Schlussmann Koubek (41.).

Das Augsburger Führungstor war der fußballerische Höhepunkt der Partie. FCA-Angreifer Florian Niederlechner setzte sich auf dem rechten Flügel ganz stark gegen Schlotterbeck durch. Seine flache Hereingabe lenkte der Schweizer Vargas im Zentrum ins Tor. Niederlechner vergab später die Großchance zum 2:0 (73.). »Wenn Flo das Tor macht, wäre das die Entscheidung gewesen«, meinte Schmidt.

Fischer tätigte die richtigen Wechsel. Polter war vorne gleich im Spiel. Seine Vorarbeit vollendete Andersson. Kurz zuvor traf schon Christopher Lenz den Pfosten. »Die Bank muss bereit sein«, sagte Union-Coach Fischer. Bei Augsburg kam am Ende noch der lange verletzte Torjäger Alfred Finnbogason zu einem Kurzeinsatz. Seinen Schuss in der Nachspielzeit parierte Rafal Gikiewicz glänzend.

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