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UN-Inspekteure sitzen in Damaskus fest

UN-Experten in Damaskus
Die geplante Fahrt der UN-Experten in den Bezirk Al-Ghuta Al-Scharkija ist erstmal verschoben worden. Foto: epa/str Foto: dpa

Beirut/Damaskus (dpa) - Die UN-Experten haben die Untersuchung der Giftgas-Vorwürfe in Syrien wegen der schlechten Sicherheitslage am Dienstag nicht wie geplant fortgesetzt.


Die Regierung gab den Rebellen die Schuld an dieser Verzögerung. Außenminister Walid al-Muallim sagte vor der Presse in Damaskus, «die Bewaffneten in dem Gebiet konnten sich nicht einigen, wer den Schutz des Teams garantieren soll». Die geplante Fahrt in den Bezirk Al-Ghuta Al-Scharkija sei deshalb auf Mittwoch verschoben worden.

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Ein UN-Mitarbeiter hatte zuvor sagte, das Team warte noch auf aktuelle Informationen zu Risiken auf dem Weg in das betreffende Gebiet.

In den Dörfern des Bezirks Al-Ghuta Al-Scharkija östlich von Damaskus und in Moadhamijat al-Scham sollen am Mittwoch vergangener Woche Hunderte von Menschen an den Folgen von Giftgas gestorben sein.

Auf ihrem Weg nach Moadhamijat al-Scham, wo die Experten am Montag Proben genommen und mit Überlebenden gesprochen hatten, war ein Fahrzeug des Teams direkt beschossen worden.

US-Außenminister John Kerry hatte der Regierung vorgeworfen, sie habe den Beginn der Untersuchung der Giftgas-Attacken verzögert. Al-Muallim sagte: «Es gibt keine Verzögerung.» Seine Regierung habe den Experten schnell Zugang zu den betroffenen Gebieten gewährt.