Symbolbild Bundespolizei am Bahnhof
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Foto: Symbolbild Bundespolizei

Unerlaubte Einreisen und Schleusungen

Freilassing – Die Bundespolizei hat am Freitag, 24. Dezember, eine Schleusung im Zug unterbunden. Ein 35-jähriger Afghane hatte versucht, zwei seiner Landsleute unerlaubt nach Deutschland zu bringen.


Am Freitagabend kontrollierten Freilassinger Bundespolizisten einen aus Österreich angekommenen Zug. Bei der Kontrolle der Zugtoilette stellten die Beamten zwei Personen fest, die sich offensichtlich hinter der verschlossenen Tür versteckt hatten. Der Grund dafür wurde schnell klar, denn die beiden 25-jährigen Afghanen konnten keinerlei Ausweisdokumente vorzeigen.

Ein 35-jähriger Afghane, der in unmittelbarer Nähe der Zugtoilette auf einer Vierersitzgruppe saß, konnte den Beamten lediglich seinen deutschen Aufenthaltstitel vorweisen. Einen für die Einreise notwendigen Reisepass führte er nicht mit. Bei der Befragung durch die Polizisten machte dieser zudem widersprüchliche Angaben zum Reisezweck und gab an, die beiden 25-Jährigen nicht zu kennen.

Wegen des Verdachts einer Schleusung nahmen die Bundespolizisten alle drei Personen vorläufig fest. Bei der Durchsuchung eines Geschleusten entdeckten die Fahnder einen Krankenversicherungsnachweis mit den Personalien des 35-Jährigen sowie einen Notizzettel mit einer Telefonnummer. Diese konnte ebenfalls dem 35-Jährigen zugeordnet werden.

Die Bundespolizisten zeigten die zwei Geschleusten wegen der versuchten unerlaubten Einreise an und übergaben sie an die österreichischen Behörden. Der 35-Jährige muss sich nun wegen Einschleusens von Ausländern verantworten. Nach einer Anzeige durfte er die Dienststelle verlassen.

An den Weihnachtsfeiertagen, 24. bis 26. Dezember, zählte die Bundespolizei im Freilassinger als auch im Mühldorfer Bereich in Zügen und auf den Straßen insgesamt knapp 80 Personen, die versuchten, unerlaubt nach Deutschland einzureisen. Die Beamten vereitelten in den drei Tagen insgesamt fünf Schleusungen.

fb/red