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Unbekannter Toter vom Grünstein: Brachte »Aktenzeichen XY« eine neue »heiße Spur«?

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Unbekannter Toter vom Grünstein: Neue Spur bei "Aktenzeichen XY" nach tödlichem Absturz? | Königssee
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Am 16. August 2019 stürzte dieser Mann (links) am Grünstein in den Tod. Seine Identität ist bis heute nicht geklärt. Foto: Montage (l. Polizei; r. FDL/Lamminger)

Schönau am Königssee – Der unbekannte Tote vom Grünstein beschäftigt weiterhin die Kriminalpolizei. Am Mittwochabend war der Fall Thema bei der ZDF-Fernsehserie »Aktenzeichen XY«. Eine neue »heiße Spur« brachte der Zeugenaufruf nicht.


Wie Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, sind nach der Ausstrahlung nur »recht wenig Hinweise« eingegangen – weniger als zehn.

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»Zwei haben die Kollegen schon überprüft, die waren negativ.« Den weiteren Hinweisen wollten die Ermittler im Lauf des Donnerstags nachgehen.

»Gefühlsmäßig ist aber wohl nicht der große Tipp dabei«, so Sonntag. Völlig unklar ist deshalb auch noch, woher der Mann stammen könnte – aus der Region »oder möglicherweise von weiter weg.«

Der Unbekannte war am Nachmittag des 16. August am Grünstein in den Tod gestürzt. Der Unbekannte hatte keine Ausweispapiere bei sich. Da die Identität des Mannes auch in den kommenden Wochen ungeklärt blieb, veröffentlichte die Polizei Ende November ein Foto des Mannes.

Er ist etwa 60 bis 75 Jahre alt, 1,65 bis 1,70 Meter groß und schlank. Der Mann trug eine hellblaue Jacke, ein olivfarbenes kurzes Hemd, ein weißes T-Shirt und eine beigefarbene Hose mit schwarzem Gürtel. Besonders markant ist laut Polizei, dass der Unbekannte einen Dauerkatheter mit Urinbeutel gesetzt hatte.

Die Beamten fanden bei dem Toten außerdem eine Zug-Fahrplanauskunft mit Informationen, wann am 16. August Züge von Freilassing nach Berchtesgaden fahren. Zudem hatte er eine Busfahrkarte vom Bahnhof Berchtesgaden nach Unterstein bei sich.

Die Kripo Traunstein sucht weiter nach Zeugen. Hinweise nimmt sie unter der Telefonnummer 0861/9873-0 entgegen.

Unsere bisherige Berichterstattung:

jal