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Umgang mit Mitarbeitern »unter aller Kanone«

Berchtesgaden – Die Berchtesgadener Landesstiftung, Trägerin der Dokumentation Obersalzberg, steht voll und ganz hinter den Rundgangsleiterinnen und Rundgangsleitern, mit denen das Institut für Zeitgeschichte (IfZ) die Zusammenarbeit beendet hatte (wir berichteten). Das gab Landrat Georg Grabner, Vorsitzender des Stiftungsrats, am Dienstag auf der Sitzung des Zweckverbands Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee zu verstehen.

Eiseskälte herrscht derzeit zwischen dem Institut für Zeitgeschichte und den Rundgangsleitern, mit denen man die Zusammenarbeit beendet hatte. Landrat Georg Grabner ist zuversichtlich, dass nach organisatorischen Änderungen in der Dokumentation Obersalzberg alles wieder in geregelten Bahnen laufen wird. Foto: Anzeiger/Pfeiffer

Nach den Worten des Landrats hatte man IfZ-Direktor Dr. Andreas Wirsching und seinen Stellvertreter Dr. Magnus Brechtken zur letzten Sitzung des Stiftungsrats geladen und dort »die Missbilligung des Stiftungsrats« zum Ausdruck gebracht, wie man mit den Rundgangsleitern umgegangen sei. »Der Umgang mit diesen Personen ist unter aller Kanone«, sagte Grabner auch am Dienstag. »Das hätte man auch anders abwickeln können.«

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Dem Institut für Zeitgeschichte (IfZ) wird vorgeworfen, jahrelang Scheinselbstständige beschäftigt zu haben. Deshalb hatte man die Zusammenarbeit mit 22 Rundgangsleitern beendet. Zwölf Rundgangsleiter haben dagegen geklagt, eine Einigung konnte bislang nicht erzielt werden. Führungen werden deshalb zurzeit in der Dokumentation Obersalzberg nicht angeboten.

Landrat Georg Grabner ist aber zuversichtlich, dass in absehbarer Zeit alles wieder in geregelten Bahnen laufen wird. »Wir wollen, dass dort oben weiterhin Führungen angeboten werden. Das IfZ soll auch weiterhin die Ausbildung der Rundgangsleiter übernehmen«, sagte der Landrat. Der machte aber auch deutlich, das man sich dort »eine andere Form des Betriebs« wünscht. Organisatorisch wolle man Änderungen. »Das IfZ hat die Betriebsorganisation an sich gezogen. Künftig soll das Institut mit der Rundgangsleitereinteilung und der Abrechnung nichts mehr zu tun haben«, kündigte der Vorsitzende der Berchtesgadener Landesstiftung an.

Grabner ist zuversichtlich, dass »bis zum Saisonbeginn alles wieder ordentlich laufen wird«. Ulli Kastner