weather-image
17°

Traunreuter Gymnasium bekommt Besuch aus Frankreich

4.3
4.3
Bildtext einblenden
Bei »Sport und Spiel« konnten sich die deutschen und französischen Schüler austoben. (Foto: P. Mix)

Traunreut – Seit einigen Jahren steht das Johannes-Heidenhain-Gymnasium in regem Austausch mit dem »Collège Ferdinand Buisson« in Thiaucourt in der Region Grand Est, dem früheren Lothringen. Diese Woche sind 21 junge Franzosen und Französinnen in Traunreut zu Besuch. Der Gegenbesuch ist für Mai 2019 geplant.


Die französischen Schüler haben ein umfangreiches Programm für diese Tage. Sie nehmen zum einen an manchen Tagen am Unterricht im Traunreuter Gymnasium teil, sollen aber auch die Umgebung und bayerische Kultur kennenlernen. Die Stadt Traunreut erkundeten die Franzosen bei einer Stadtrallye und einer Fragestunde bei Bürgermeister Klaus Ritter im Rathaus. Bei Ausflügen sehen sie das Salzbergwerk Berchtesgaden, die Stadt Salzburg sowie Burg und Brauerei in Stein. Auch standen schon zwei gemeinsame Schulstunden »Sport und Spiel« auf dem Programm. In der Turnhalle beim Hallenbad gab es zunächst ein Aufwärmspiel und danach einen Parcours, den jeweils ein deutscher und ein französischer Schüler im Team zu bewältigen hatten. Mit sichtlichem Spaß und sportlichem Ehrgeiz machten sich die Jugendlichen an die Aufgabe.

Anzeige

Zum Abschluss der Woche gibt es am Freitag einen bayerischen Abend. Die Gäste können dabei die bayerische Tracht, regionale Schmankerl und Brauchtum wie Schuhplattler und Tänze live erleben. Untergebracht sind die Gäste wie jedes Jahr bei deutschen Gastfamilien. Die Traunreuter Gymnasiasten haben sich schnell mit ihnen angefreundet und unternehmen auch außerhalb des offiziellen Programms etwas miteinander.

Ein paar Mädchen aus der neunten Klasse, die schon seit vier Jahren Französisch im Unterricht haben, stellten fest, dass sie die fremde Sprache besser sprechen, als ihre Besucher. Die Unterhaltung laufe daher meist in Französisch ab, »das ist eine gute Übung für uns«. Manche jungen Franzosen seien sehr schüchtern und alle auffallend höflich, betonten sie. »Die haben es jetzt schwerer als wir«, meinte ein Mädchen. Denn in dieser Woche müssen sich beide Gruppen erst einmal kennenlernen. Wenn die Traunreuter dann nächstes Jahr nach Frankreich fahren, ist es für sie leichter. Sie wissen dann schon, wer sie erwartet, und kommen zu Freunden. mix