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Trainieren für den Ernstfall: Großübung am Jenner

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Bei der abschließenden Besprechung mit Übungsleiter Stefan Punz.

Schönau am Königssee – Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Königssee haben am Dienstagabend ihre monatliche Hauptübung auf der Jennerbahn-Mittelstation durchgeführt. Alarmiert wurde ein Brand der Stufe B 3 mit starker Rauchentwicklung in mehreren Räumen mit zwei vermissten Personen.


Ausgerückt sind die 18 Wehrmänner der Feuerwehr Königssee mit allen drei Fahrzeugen. Einer der zentralen Punkte der Übung war die Anfahrt zur Mittelstation. Aufgrund der Schneelage ist eine Zufahrt mittels Feuerwehrfahrzeugen nur bis zur Krautkaser Zielhütte möglich. Die Einsatzkräfte reagierten in der Übungssituation richtig und forderten umgehend Pistengeräte zur Unterstützung von der Berchtesgadener Bergbahn AG an.

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Zügig und mithilfe der bereits für Einätze am Königssee vorhandenen Ladeliste, wurde das benötige Material auf das Pistengerät und den Skidoo verladen und von den stellvertretenden Betriebsleitern Walter Stolik und Hansi Wegscheider zur Mittelstation transportiert.

Nach kürzester Zeit waren die Feuerwehrmänner an der Übungs-Brandstelle angekommen. Sechs Atemschutzgeräteträger begaben sich ins Innere des Gebäudes. Die Garagen im Untergeschoss der Mittelstation wurden mittels künstlichem Rauch stark vernebelt.

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Christian Steinbacher hat die Wasserförderleitung im Beschneiungsschacht erfolgreich angeschlossen.

Aufgabe der Atemschutzgeräteträger war es nun, die zwei vermissten Personen und die Brandquellen zu finden. Aufgrund der Größe der Garagen mussten die Aktiven systematisch vorgehen. Zudem musste das Gebäude von den Übungsteilnehmern auf weitere Rauchaustritte geprüft und Gefahrengut sichergestellt sowie die geretteten Personen betreut werden.

Ein weiterer zentraler Punkt der Hauptübung war die Wasserentnahme aus der Jenner-Beschneiungsanlage.

Unter Anleitung von Hansi Wegscheider wurde die Wasserförderleitung der Feuerwehr an die Beschneiungsanlage angeschlossen, um im Ernstfall das Feuer löschen zu können. Im Anschluss konnte die erfolgreiche Übung – ausgearbeitet von Stefan Punz – noch in gemütlicher Runde bei einer Brotzeit besprochen werden. fb

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Sechs Atemschutzgeräteträger waren bei der Hauptübung in der Jenner-Mittelstation im Einsatz. (Fotos: privat)