Trainer im Fokus: Werder und Leipzig wollen nach Berlin

Florian Kohfeldt
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Hat nur eine Job-Garantie für das Halbfinale gegen RB Leipzig: Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt. Foto: Armin Weigel/dpa Foto: dpa

Nach einer für beide Vereine turbulenten Woche geht es für Werder und Leipzig nun sportlich um viel. Der Sieger des Halbfinal-Duells fährt zum DFB-Pokal-Finale nach Berlin. Im Fokus stehen die beiden Trainer.


Bremen (dpa) - Für Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt geht es am heutigen Freitag (20.30 Uhr/ARD und SKY) um mehr als den Einzug ins Finale des DFB-Pokals. Für den Werder-Coach geht es um seinen Job.

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Nach sieben Liga-Niederlagen in Serie haben die Verantwortlichen Kohfeldt nur eine Job-Garantie für das Halbfinale gegen RB Leipzig gegeben. Treten die Grün-Weißen im Weserstadion ähnlich desolat auf wie zuletzt beim 1:3 bei Union Berlin, dürfte Kohfeldt seinen Posten mit ein paar Tagen Verspätung doch noch verlieren. Bieten die Norddeutschen dem großen Favoriten aus Sachsen gut Paroli und schaffen eventuell sogar die Überraschung, wird Kohfeldt auch eine Woche später in der Partie gegen Bayer Leverkusen auf der Werder-Bank sitzen.

TRAINERBEBEN: Davon war auch RB Leipzig betroffen. Julian Nagelsmann kündigte seinen Abschied zu den Bayern an - was seine Sympathiewerte bei den Sachsen nicht gerade steigerte. In Jesse Marsch konnte zwar sofort ein Nachfolger für die neue Saison gefunden werden, dennoch hat das Thema beim Tabellenzweiten Spuren hinterlassen. RB-Boss Oliver Mintzlaff baute deshalb auch Druck auf Nagelsmann auf. »Wir erwarten jetzt noch eine Rekordsaison und, dass wir unseren ersten Titel holen«, sagte der Vorstandschef.

FRAGEZEICHEN TOPRAK: Ömer Toprak war der große Stabilisator der Bremer Abwehr in dieser Saison. Seit er fehlt, reiht Werder eine Niederlage an die nächste. Jetzt ist Toprak wieder fast komplett fit. Die große Frage, die sich Kohfeldt stellt: Bringe ich Toprak schon im Pokal oder schone ich ihn eine weitere Woche, damit er im viel wichtigeren Abstiegskampf zur Verfügung steht? »Ich bin mir meiner Verantwortung dem Club Werder Bremen gegenüber in dieser Frage bewusst«, sagte Kohfeldt. Wie er sich entscheiden wird, ließ er aber offen.

POKALEXPERTE POULSEN: Pokalzeit ist Poulsen-Zeit. Der dänische Nationalspieler Yussuf Poulsen ist für Leipzig in dieser Saison der Erfolgsgarant im Kampf um den Pott. Poulsen traf bisher in jeder Runde, gegen Bochum sogar doppelt - und ist nach zweiwöchiger Pause wieder fit. »Yussi hat wieder trainiert und wird zur Verfügung stehen. Es sieht wieder deutlich besser bei ihm aus«, sagte Nagelsmann. Trotzdem ist davon auszugehen, dass der Angreifer nur als Joker kommt.

TITEL-SEHNSUCHT: Einige Leipziger Spieler waren vom Nagelsmann-Abgang überrascht und enttäuscht. Vor allem die Feingeister im Kader wie Christopher Nkunku und Dani Olmo. An ein Motivationsloch glaubt der Trainer dennoch nicht. »Es gibt viele Spieler, die noch keinen Titel gewonnen haben, gleiches gilt für mich«, sagte Nagelsmann. Den größten Druck machten sich die Spieler deshalb selbst. Werder wartet auch schon seit 13 Jahren auf einen Titel. Letztmals gewannen die Bremer 2008 den DFB-Pokal. »Ich bin ein Wettkampftyp, ich will ins Finale«, sagte Kohfeldt.

© dpa-infocom, dpa:210429-99-407887/3

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