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Tragischer Auffahrunfall: Mutter verliert zwei Kinder

Schreckliches Ende eines Familienbesuchs: Eine Französin fährt mit ihren erwachsenen Kindern nach München, um Verwandte zu besuchen. Doch ein Unfall verändert alles. Gegen einen schweren Geländewagen haben die Insassen des kleinen Autos keine Chance.

Feuerwehrleute an einer Unfallstelle
Feuerwehrleute an einer Unfallstelle in München. Foto : Bodmaier Feuerwehr München Foto: Bodmaier Feuerwehr München Foto: dpanitf3

München (dpa/lby) - Bei dem schweren Auffahrunfall im Osten Münchens am Wochenende hat eine 68-jährige Französin ihre beiden Kinder verloren. Die 29-jährige Tochter und der 36-jährige Sohn hatten auf der Rückbank eines Mietautos gesessen, als ein Geländewagen von hinten angerast kam und ungebremst in das Heck des Fahrzeugs prallte. Der Kleinwagen der Familie aus dem Südwesten Frankreichs schleuderte etwa 100 Meter über die Fahrbahn und ging in Flammen auf. Die Geschwister kamen bei dem Unfall am Samstag ums Leben. Der 29-jährige Franzose, der die Familie gefahren hatte, starb am Sonntag im Krankenhaus, teilte die Polizei am Montag mit. Die 68-jährige Beifahrerin kam schwer verletzt in eine Klinik, während der Fahrer des Geländewagens mit leichten Verletzungen davonkam.

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Die Familie stammt aus dem französischen Departement Landes und wollte in München Verwandte besuchen. In welchem Verhältnis der 29-jährige Fahrer zu der Familie stand, konnten die Ermittler zunächst nicht sagen.

Der 60-Jährige sei mit seinem Geländewagen auf jeden Fall viel zu schnell gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Das hätten Zeugen bestätigt. Weitere Einzelheiten nannte er nicht, das sei Gegenstand der Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Gutachten in Auftrag gegeben. Das schwere Geländefahrzeug war nach dem Unfall gegen einen Baum, einen Felsbrocken und einen großen Blumentopf geprallt. Anschließend schlitterte es über einen Rad- und Gehweg und knallte gegen ein parkendes Auto. Auch eine Hausfassade wurde beschädigt. Die Polizei schätzte den Sachschaden auf rund 32 000 Euro.

Pressestelle Polizeipräsidium München