Tödlicher Kletterunfall am Untersberg: Mann stürzt 40 Meter in die Tiefe

Christoph 14, Bergwacht und Wasserwacht am Wochenende gefordert
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Foto: Leitner, BRK BGL

Marktschellenberg – Zu einem tödlichen Unfall am Untersberg kam es am Samstagmittag, 12. Juni, bei dem ein Kletterer 40 Meter in die Tiefe stürzte.


Ein 47-jähriger Kletterer aus Nürnberg beging zusammen mit seinem Seilpartner die „Alte Südwand“ am Berchtesgadener Hochthron. In einer der letzten Seillängen brach dem Verunfallten vermutlich ein Griff aus oder er rutschte mit seinen Kletterschuhen im grasdurchsetzten Gelände aus und stürzte ab. Dabei wurde eine Zwischensicherung mit herausgerissen und die Sturzstrecke verlängerte sich auf circa 40 Meter.

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Sein Seilpartner, der den Sturz mitbekommen und gesichert hatte, konnte den Sturz zwar halten, aber nicht verhindern, dass die durch die Wucht die Zwischensicherung ausgerissen wurde. Er konnte sich nicht zum Abgestürzten abseilen und setzte bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab. „Christoph 14“ war nach nur wenigen Minuten an der Einsatzstelle und setzte Notarzt und Bergretter per Winde in der Wand ab, wobei die Einsatzkräfte den Verunfallten wegen des alpinen und absturzgefährlichen Geländes zügig mit der Winde aufnahmen und zur weiteren Versorgung ins Tal flogen, wo bereits ein Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes bereitstand. Trotz intensiver Wiederbelebungsversuche konnten die Einsatzkräfte den Mann aber nicht mehr ins Leben zurückholen. „Christoph 14“ flog den unverletzten Seilpartner aus, um den sich dann der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht kümmerte.

Die nachalarmierte Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 6“ setzte einen Berchtesgadener Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) und einen Schellenberger Bergretter mit der Winde in der Südwand ab, wobei der Polizist vor Ort die Ermittlungen zur möglichen Unfallursache durchführte und das verbliebene Beweismaterial sicherte. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge ist kein Fremdverschulden anzunehmen. „Edelweiß 6“ musste in der Zwischenzeit einen weiteren Einsatz an der Watzmann-Mittelspitze durchführen und holte die beiden Einsatzkräfte am Untersberg später wieder ab.

fb/red