Tödlicher Bergunfall: 39-Jährige stürzt bei der Watzmannüberschreitung ab

Tödlicher Bergunfall: 39-Jährige stürzt bei der Watzmannüberschreitung ab
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Foto: Bergwacht Ramsau
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Ramsau – Ein tödlicher Bergunfall ereignete sich am Samstagvormittag, 7. August, am Watzmanngrat zwischen Watzmann-Mittelspitze und Watzmann-Südspitze.


Die 39-Jährige in Schönau am Königssee lebende Ungarin war den Ermittlungen des Berchtesgadener Polizeibergführers zufolge alleine zwischen der Mittelspitze und der Südspitze unterwegs, dann im Nebel auf Höhe der Wetterstation vom eigentlichen Weg abgekommen und etwa 200 Höhenmeter abgestürzt. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ setzte sofort den Bergwacht-Einsatzleiter und eine weitere Ramsauer Bergretterin mit der Winde am Unfallort in der Wand ab. Die Besatzung richtete im absturzgefährlichen Gelände einen Standplatz ein und forderten den Heli-Notarzt nach. Der Notarzt wurde ebenfalls per Winde abgesetzt, konnte allerdings nur noch den Tod der Frau feststellen.

„Christoph 14“ holte kurz nach 11 Uhr seinen Notarzt wieder vom Berg ab und flog nach Traunstein zurück. Die beiden Bergretter blieben bei der Verstorbenen an der Unfallstelle, wobei die Besatzung des nachgeforderten Polizeihubschraubers „Edelweiß 5“ dann zwischen 12 Uhr und 13.30 Uhr zwei Polizeibergführer zur Unfallaufnahme an die Einsatzstelle brachte und die tote Frau ins Tal flog.

Da es am Berg immer windiger geworden war, konnte der Heli die Einsatzkräfte nicht mehr in der Ostwand abholen, die deshalb weit abseits der geläufigen Wege durch freies Gelände bis zur Südspitze hinauf klettern mussten und dann weiter über den Südspitz-Abstieg zum Gries hinabgingen, wo es windstiller war, so dass sie der Heli gegen 16.40 Uhr am oberen Südspitz-Landeplatz abholen konnte. Zwei Helis, der Tankanhänger und neun Bergretter waren teilweise bis 18 Uhr gefordert. Die Polizei ermittelt noch die genaueren Umstände des Unfalls. Zeugen hatten den Unfall per Notruf gemeldet; eventuelle weitere Zeugen sollen sich mit der Polizei in Berchtesgaden in Verbindung setzen.

fb/red