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Innstädter sind nach einem guten Beginn chancenlos gegen die stark aufgestellte TSV-Reserve

Teisendorfer Judoka fertigen Töging ab

Der TSV Teisendorf II bleibt in der Judo-Bezirksliga Süd das Maß der Dinge. In einem Nachholkampf zeigte das Team aus dem Berchtesgadener Land Gastgeber TuS Töging beim 14:6 (Unterbewertung 134:60) deutlich die Grenzen auf.

Alles andere als ein Sieg wäre eine Überraschung gewesen: Der Teisendorfer Fritz Gasser (rot-schwarzer Anzug) war trotz Trainingsrückstand und aufgerückter Gewichtsklasse erneut nicht zu besiegen. (Foto: Wittenzellner)

Dabei waren nach den ersten zehn Mattenduellen beim 4:6 aus Töginger Sicht noch Chancen auf einen Sieg da. Dann folgten aber nach einigen taktischen Umstellungen sieben Siege für Teisendorf in Folge. Der Kampf war schon lange entschieden, ehe Sebastian Brunner gegen Teisendorfs Markus Metzler (plus 90 kg) noch für Ergebniskosmetik sorgte. Und auch der Sieg des bereits im ersten Durchgang erfolgreichen Johannes Ametsbichler gegen Christian Metzler (bis 90 kg) konnte den Erfolg der Gäste nicht mehr verhindern.

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Gleich zwei Siege steuerten Benedikt Schmid (66 kg), Jakob Schmid (73 kg), Neuzugang Felix Stadler (73 kg und 81 kg), Urgestein Herbert Eder (plus 90 kg) und Frank Inhülsen (bis 90 kg) bei. Je einen Erfolg feierten Markus Metzler (bis 90 kg), Simon Grüsser (66 kg), Maxi Haueis (73 kg) und Fritz Gasser (73 kg).

»Abgehakt«, war das nüchtern-knappe Fazit von Teisendorfs Abteilungschef Konrad Gasser, der vor dem Kampfabend einen deutlich engeren Verlauf erwartet hatte. »Töging war gut aufgestellt, aber wir sind einfach wirklich gut drauf im Moment«, lobte Gasser den Zusammenhalt in seinem Team. Eine Auswirkung davon: Judoka rutschen nach den Vorgaben des Trainerduos Carsten Zillmer und Herbert Kirchmaier auch ein paar Gewichtsklassen nach oben. »Kämpfen ist bei uns zurzeit die Wiege des Erfolges«, freute sich Gasser und attestierte den Kämpfern beider Seiten, etwas für den Blutdruck der Zuschauer getan zu haben: »Das waren zum Teil packende Kämpfe.« Wurden doch eine Reihe von Mattenduellen nach der regulären Kampfzeit durch den Golden Score entschieden.

Tögings Abteilungsleiter Stefan Franzl erkannte neidlos den starken Auftritt der Gäste im zweiten Durchgang an, sah diese aber sowohl auf der Matte stärker als auch von der inneren Einstellung her im Vorteil: »Es wäre mehr drin gewesen, aber die Motivation hat etwas gefehlt.« Daneben habe sich das Fehlen einiger Kämpfer in seinen Reihen bemerkbar gemacht.

In der Tabelle ist der TSV Teisendorf II bei zwei noch ausstehenden Kämpfen praktisch »durch«. Dahinter gibt es aber noch ein Gedränge um den 2. Platz, der zur Teilnahme am nicht immer von allen Vereinen bedingungslos angestrebten Bezirksligafinale Mitte Juli berechtigt. awi