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Tasten, graben, pflanzen

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Beim Abtasten merken die Kinder, ob die Pflanze pikst. Fotos: Stanggassinger
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Verschiedene Pflanzen sorgten für Abwechslung bei den Grabungsarbeiten.

Schönau am Königssee – Naturexperimente haben einen hohen Stellenwert in der Kindertagesstätte Schönau am Königssee. Diplom-Ingenieurin Sabine Pinterits von »Landschaftsökologie & Biodiversität Biosphärenregion Berchtesgadener Land« besuchte den Kindergarten, um zusammen mit den jungen Gärtnern einen Bauerngarten zu gestalten.


Sie bereicherte die Kindertagesstätte mit den verschiedenen Pflanzen, die sie im Haus Hohenfried gezogen hatte. Einige Pflanzen befanden sich schon im Kindergarten, sie mussten ausgegraben und umgepflanzt werden.

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Sie pflanzten Sonnenhut, Johanniskraut, Fette Henne, Hauswurz, Schafgarbe, Indianer Nessel, Akelei, Königskerze, Pfingstrose und eine Malve an. Die Mitarbeiter des Verbands »Landschaftsökologie & Biodiversität Biosphärenregion Berchtesgadener Land« wollen Saatgut vermehren, artenreiche Wiesen schaffen und Bauerngärten mit wildbienenfreundlichen Ständen gestalten. Dazu zählen mehrjährige Stauden und einjährige Pflanzen. Pinterits vertraute eine Gruppe von vier- bis fünfjährigen Kindern, die von Anita Pfnür betreut werden, diese Pflanzen an.

Die Kinder zeigten großes Interesse beim Tasten, Ausgraben, Gestalten, Einsetzen und Gießen der Pflanzen. Ob sie gut riechen oder stechen: Die unterschiedlichen Sinneseindrücke faszinierten die Kinder.

Zwischenzeitlich gab es Besuch von einer schwarzen Nacktschnecke. Auch ein großer Regenwurm ließ sich als Überraschungsgast bei den Grabungsarbeiten blicken. Den Kleinen wurde es nicht langweilig. Aus der Malve haben sie einen Tee gemacht. Der Apfelbaum neben dem Bauerngarten beschäftigte die Kinder ebenso.

Dieses Gewächs trug reichlich Früchte, die die Kinder mit dem Obst- und Gartenbauverein zu Apfelsaft verarbeiten durften. Bernhard Stanggassinger