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Deutliche 2:5-Niederlage für den SVK in der Fußball-Bayernliga Süd gegen den TSV Rain/Lech

Tabellenführer bestraft Kirchanschöring eiskalt

Mit 2:5 (2:2) hat der SV Kirchanschöring sein Bayernliga-Heimspiel gegen den Spitzenreiter TSV Rain/Lech verloren.

Rains Marco Friedl (rechts) ließ Kirchanschörings Torwart Lukas Hoyer bei seinem Treffer zum 2:5-Endstand keine Chance. (Foto: Butzhammer)

510 Zuschauer sahen, wie die Elf von SVK-Trainer Yunus Karayün zunächst einen 0:2-Rückstand egalisierte und am Ende eiskalt ausgekontert wurde.

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Den Torreigen eröffnete der Bayernliga-Tabellenführer: Marco Friedl setzte sich über rechts durch, passte scharf vor das SVK-Gehäuse, im folgenden Zweikampf im linken Teil des Strafraums sah Schiedsrichter Benjamin Mignon ein Foul und pfiff Strafstoß für die Gäste. Kapitän Johannes Müller ließ sich die Chance nicht entgehen und versenkte den Ball in der Mitte des Tores, zur frühen Führung für die Gäste (14. Minute). Beim 0:2 ließ Julian Brandt mit einem hohen Ball Lukas Hoyer im SVK-Tor etwas unglücklich aussehen (35.).

Der SV Kirchanschöring kam aber zurück: Nur drei Minuten später wurde Sahin Karayüns Freistoß von rechts abgefälscht, sodass der Ball links im Tor einschlug. Nach einem Eckball von Yunus Karayün stand Kapitän Albert Eder kurz darauf goldrichtig und köpfte die Kugel unhaltbar zum 2:2 ein (42.).

Nach dem Seitenwechsel gab es allerdings den nächsten Rückschlag für die Gastgeber, als wieder Brandt mit einem sehenswerten Schlenzer rechts oben ins Kreuzeck den Tabellenführer mit 3:2 in Führung brachte (49.). Bis zur 83. Minute hofften die SVK-Fans noch auf einen Punkt, doch dann vollendete Fatlum Talla eine Hereingabe von links zum 4:2 aus Sicht der Gäste. Das 5:2 erzielte Marco Friedl (90.+2) nach einem Aufbaufehler der SVK-Hintermannschaft, die trotz des Rückstands nochmals schnell nach vorne spielen wollte.

Kirchanschörings Trainer Yunus Karayün lobte seine Mannschaft dennoch, »die sehr gut ins Spiel kam« und »griffig« gewesen sei. Sein Team sei durch »individuelle Fehler« und »unglückliche Gegentore« in Rückstand geraten, trotzdem sei sie zurückgekommen und »mit zwei Toren belohnt worden«. Yunus Karayün stellte aber auch klar: »Wenn man mal ein paar Prozent weniger gibt, be- straft das eine Offensive wie Rain.« Der Sieg sei durch die Kontertore dennoch »zu hoch ausgefallen«.

Gästetrainer Daniel Schneider war vor allem mit seiner Offensiv-Abteilung zufrieden, nicht so mit der Defensive. »Wir haben bei jedem Standard gewackelt«, kritisierte er. Das sei untypisch für den Spitzenreiter. Er habe auch gemerkt, dass »sobald wir nur einen Millimeter nachgeben, man in der Bayernliga Probleme bekommt«. Die Offensive habe den Sieg am Ende aber »sicher über die Bühne gebracht«.

Der SV Kirchanschöring gastiert morgen, Dienstag, um 18 Uhr, beim SV Heim-stetten. »Wir freuen uns auf dieses Spiel«, so der SVK-Trainer. »Der SVH hat eine gute Mannschaft und egal, wie die Ergebnisse in den letzten Jahren gewesen sind: Wir spielen alle Fußball, um zu gewinnen.«

SV Kirchanschöring: Hoyer, Sahin Karayün (84. Opara), Eder, Kart, Yunus Karayün, Sandner, Gürcan, Toth (70. Vogl), Söll (61. Jung), Eimannsberger, Hofmann.

TSV Rain: Maschke, Triebel, Cosic (72. Talla), Stefan Müller (88. Schüler), Johannes Müller, Flassak, Rothgang, Bauer, Brandt (82. Krabler), Friedl, Knötzinger.

Tore: 0:1 Johannes Müller (14./Foulelfmeter), 0:2 Brandt (35.), 1:2 Sahin Karayün (38.), 2:2 Albert Eder (42.), 2:3 Brandt (49.), 2:4 Talla (83.), 2:5 Friedl (90.+2).

Gelb-Rote Karte: Rains Bauer (90./wiederholtes Foulspiel).

Zuschauer: 510.

Schiedsrichter: Benjamin Mignon (Sulzbach).

mw