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Synchroneislaufen beim Salzburger Mozart Cup

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Bei den Trainings des italienischen Synchroneiskunstlaufteams gab es in Berchtesgaden einiges zu sehen. (Foto: Wechslinger)

80 Eiskunstlaufteams aus 17 Nationen starten heute und morgen beim Mozart Cup im Salzburger Volksgarten. Der Bewerb ist damit die größte Veranstaltung im Synchroneislaufen in Europa. Seit mehreren Jahren kommen einige der Nationen zum Training auf das gute Eis an der Schießstätte in Berchtesgaden. In diesem Jahr haben sich die Teams aus Italien, Australien und Slowenien auf den Mozartpreis in Salzburg vorbereitet.


Das Synchroneislaufen kommt aus Nordamerika und wurde dem Publikum erstmals im Jahr 1957 präsentiert. Seit dem Jahr 2000 finden Weltmeisterschaften statt, wobei die Teams aus Skandinavien, Nordamerika, Russland, Italien und Deutschland mit einem Berliner Team die stärksten Vertretungen stellen. Synchroneislauf ist eine Kombination aus Kunst, Präzision und sportlicher Höchstleistung. 16 Läuferinnen führen gemeinsam spektakuläre und temporeiche Formationen mit musikalischer Untermalung aus. Tempo, synchrone Aktionen, Präzision in der Ausführung, Technik und natürlich die Interpretation zur Musik werden dabei bewertet.

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Der Wettkampf besteht wie beim Eiskunstlauf aus dem Kurzprogramm, bei dem fünf verschiedene Elemente gezeigt werden müssen, sowie aus einer Kür, bei der auch die künstlerische Ausdrucksform der Läuferinnen begutachtet wird.

Um mit 16 jungen Damen plus vier Ersatzläuferinnen höchste Präzision zu erreichen, ist ganzjähriges und beinahe tägliches, hartes Training nötig. Die Synchronläuferinnen üben sich auch im Tanztraining, machen Ballett, schwitzen im Kraftraum und auf der Laufbahn. Am wichtigsten sind aber die Choreografie und das Zusammenspiel auf dem Eis. Es ist atemberaubend, mit welcher Präzision die jungen Frauen über das glatte Eis fegen und dabei hohe Eiskunstlaufschule zeigen. Teilweise flitzen die Synchronläuferinnen zu viert übers Eis und treffen sich nach herrlichen Einlagen wieder zu 16er-Formationen. Sogar schwierige Hebefiguren werden von einzelnen Teams gezeigt.

Dennoch fristet die Sportart bis auf Italien und Deutschland in Mitteleuropa ein unverdientes Mauerblümchen-Dasein. Ein Antrag, die sehenswerte Sportart ins olympische Programm aufzunehmen, wurde 2015 vom IOC abgelehnt. In Kanada, den USA, Finnland, Schweden und Russland erfreuen sich die Synchroneisläuferinnen großen Zuschauerzuspruchs und medialer Akzeptanz.

Programm Samstag: 15.30 bis 16.15 offizielle Eröffnungszeremonie, 16.30 bis 18.45 Junioren Küren, 19 bis 21.05 Elite Küren, anschließend Preisverleihung .

Sonntag: 15.30 bis 16.15 Juvenile Küren, 16.30 bis 17.40 Adult Küren, 17.55 bis 21.00 Mixed Age Küren. Christian Wechslinger