weather-image
17°

Stuttgart weiter im Keller: 0:0 gegen Düsseldorf

0.0
0.0
VfB Stuttgart - Fortuna Düsseldorf
Bildtext einblenden
Der Düsseldorfer Dani Schahin (r) wird vom Stuttgarter Georg Niedermeier bedrängt. Foto: Jan-Philipp Strobel Foto: dpa

Stuttgart (dpa) - Erst das Schweigen im Mittelkreis, dann die Pfiffe in der Kurve: Hörbar enttäuscht haben die Fans des VfB Stuttgart auf das torlose Unentschieden gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf reagiert und ihre weiter sieglose Mannschaft mit viel Unmut in die Kabine geschickt.


Die stand zuvor lange um den Anstoßpunkt und blickte sich ratlos um. «Das Wichtigste ist, dass wir den Mut nicht verlieren. Alles andere kommt dann von selbst», sagte Cacau nach seinem ersten Saisonspiel von Beginn an.

Anzeige

Vor 55 039 Zuschauern hatte der Nationalstürmer am Samstag die beiden besten Gelegenheiten für den VfB ungenutzt gelassen. Stuttgart steht mit nur einem Punkt nach drei Spieltagen weiter auf einem Abstiegsplatz der Fußball-Bundesliga. «Die Tabelle sagt jetzt noch gar nichts aus», meinte VfB-Torwart Sven Ulreich.

Düsseldorf dagegen ist auch nach dem dritten Spiel seit der Rückkehr ins Oberhaus ungeschlagen und hat weiter als einziges Team der Liga kein Gegentor kassiert. «Nicht so schlecht, oder?», sagte Jens Langeneke. «Der Punkt ist verdient. Wir haben sehr organisiert und strukturiert gespielt», lobte Trainer Norbert Meier.

Die Schwaben übernahmen trotz fünf Änderungen in der Startelf im Vergleich zum 1:6 in München früh die Initiative und kamen durch einen Distanzschuss des agilen Tamas Hajnal nach fünf Minuten zu einer ersten Chance. Der Aufsteiger stand tief und ließ die Stuttgarter kommen. Die erste nennenswerte Offensivaktion hatte Außenverteidiger Johannes van den Bergh. Im Strafraum zögerte er aber zu lange und kam aus spitzem Winkel nicht an Ulreich vorbei (17.).

Die besten Chancen zur Halbzeitführung hatte aber weiter Stuttgart. Hajnals 17-Meter-Schuss strich knapp am linken Pfosten vorbei (30.), nur drei Minuten später wäre Cacau beinahe erfolgreich gewesen. Ein haarsträubender Fehler des unsicher wirkenden Niedermeier zwang Maza zu zwei Notgrätschen, in deren Folge der Ball über Martin Harnik zu Cacau in den Strafraum kam. Der Nationalstürmer kam aber zu spät. «Wir sind einfach nicht konkret genug im Abschluss vorne», bemängelte Zdravko Kuzmanovic.

Nachdem Düsseldorf zum Ende der ersten Halbzeit etwas besser ins Spiel gekommen war, übernahm der VfB direkt nach dem Wechsel wieder die Kontrolle. Da zu diesem Zeitpunkt mit Cristian Molinaro und Tim Hoogland bereits zwei Bausteine der schon zu Spielbeginn umgebauten Viererkette verletzt ausgewechselt worden waren, musste Stuttgart seine Defensive erneut umstellen. Hoogland droht mit einem Außenbandriss überdies länger auszufallen. «Er war brutal geknickt», berichtete Labbadia. Bei Molinaro gab es noch keine Diagnose.

Die erste große Möglichkeit zum 1:0 hatte in Durchgang zwei dann aber Düsseldorf. Das Zuspiel des wendigen Schahin jagte Woronin aus kurzer Distanz über das Tor (60.). «Mit etwas Glück geht der vielleicht rein», sagte Schahin. Auf der Gegenseite verpasste Christian Gentner nach einem Eckball per Kopf die Führung (62.).

Der bemühte, aber eher unauffällige Cacau, scheiterte vier Minuten später aus wenigen Metern am herausragend reagierenden Giefer, der nach 80 Minuten mit einer Platzwunde ausgewechselt werden musste. «Wir wissen noch nicht, ob und wie lange er ausfallen wird», sagte Meier.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 59 - 41

Torschüsse: 10 - 6

gew. Zweikämpfe in %: 52,1 - 47,9

Fouls: 19 - 13

Ecken: 7 - 4

Quelle: optasports.com