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Studie zur Schulhausnutzung »in Vollendung«

Grabenstätt. Nach seinem Rechenschaftsbericht eröffnete Bürgermeister Georg Schützinger bei der Bürgerversammlung im Erlstätter Gasthof Fliegl die Diskussionsrunde, die deutlich kürzer ausfiel als in Grabenstätt. Der Zweite Kommandant der Feuerwehr Erlstätt, Stefan Nitzinger, erinnerte an das beim Jahrhunderthochwasser Anfang Juni ausgefallene Pumpwerk. Hierbei gelte es, einen Notfallplan zu erstellen und mit den Anliegern zu reden, wohin man in so einem Fall das Wasser ableiten könnte. Man werde die »Hochwasser-Sachen Zug um Zug abarbeiten und gemeinsam einen Notfallplan entwickeln«, versprach Schützinger, denn solch ein Ereignis könne jederzeit wiederkommen.

Das alte Schulhaus in Erlstätt. Dessen ungeklärte zukünftige Nutzung bewegt im Dorf seit langem die Gemüter. (Archivfoto: Müller)

Franz Neuhauser wollte wissen, wie es mit dem alten Schulhaus weitergehe. Das Ordinariat habe zur künftigen Nutzung eine Studie in Auftrag gegeben, die »in der Vollendung ist«, betonte Schützinger und verwies darauf, dass die Pfarrei vor fünf Jahren einen Antrag an die Gemeinde gestellt habe, dort langfristig Pfarrheim und Pfarrbüro unterzubringen. Wenn die Pfarrei eine Entscheidung getroffen habe, werde man »gemeinsam eine Lösung finden«, versicherte Schützinger.

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Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude gehört der Gemeinde und wird von zwei Mietern genutzt, einem gewerblich tätigen im Altbau und der katholischen Pfarrgemeinde Erlstätt im neueren Trakt. Die Kirche nutzt den aus den 1960er-Jahren stammenden Anbau unter anderem als Pfarrsaal. Den Pendlerparkplatz an der Autobahn-Anschlussstelle Grabenstätt gelte es dringend mit Asphalt zu versiegeln, appellierte Martin Brunnhuber auch mit Blick auf die nasskalte Jahreszeit. Der Grund gehöre nicht der Gemeinde, sondern dem Landkreis, gab Schützinger zu bedenken, zeigte sich aber zuversichtlich, dass »wir in absehbarer Zeit einen Schritt weiterkommen werden«.

Christiane Mayer aus Tettenmoos sprach die Verkehrsproblematik an der Kreisstraße TS 3 zwischen Erlstätt und Grabenstätt an. Gerade im Bereich Tettenmoos werde viel zu schnell gefahren und es sei sehr gefährlich, in die Kreisstraße einzubiegen. Die dortige Dorfgemeinschaft fordere in dem Gefahrenbereich seit längerem eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h und ein striktes Überholverbot.

Schützinger verwies auf eine Verkehrsschau am 12. September. Die dort vereinbarten Geschwindigkeitsmessungen (15. und 20. Oktober) hätten ergeben, dass von den 28 500 Fahrzeugen gerade einmal 1,78 Prozent die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h überschritten. Darüber hinaus handle es sich aus Sicht der Polizei und der Behörden um keinen Unfallschwerpunkt. Als Gemeinde werde man sich aber weiter für ein Überholverbot starkmachen, versprach Schützinger. Das von den Bürgern geforderte Ortsschild (Ortswegweiser) komme auch.

Sepp Königs Nachfrage betraf den geplanten Radweg von Tettenmoos nach Erlstätt. Die Planung sei im Landratsamt bei Landrat Hermann Steinmaßl, so Schützinger. Im dortigen Finanzplan seien Mittel eingestellt und als Gemeinde sei man auch bereit zur Zwischenfinanzierung. Im Grunde gehe es nur noch um den Grunderwerb, im Rahmen dessen man schon Flächen für den ebenfalls geplanten Kreisverkehr erworben habe. »Ohne Grund geht nichts, Zwangsmaßnahmen machen wir nicht und der Landkreis auch nicht«, stellte er klar.

Zweiter Bürgermeister Robert Muggenhamer (Bürgergruppe Erlstätt) zog für die letzten sechs Jahre eine positive Bilanz. Man habe »gemeinsam einiges bewegt«, resümierte Schützinger und wünschte sich, dass »das so gut weitergeht«. Besonders freute er sich über das Interesse der jungen Erlstätter: »Es ist eine Schau, wenn so viele Junge dabei sind.« mmü