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Brand einer Trafostation in Tinnerting, umgestürzte Bäume und Schäden in Kabelleitungen

Stromausfall hatte verschiedene Gründe

In Seeon war der Strom nur für wenige Minuten weg, in Fridolfing fast vier Stunden – und sogar innerhalb von Traunstein gab es große Unterschiede: Während die Innenstadt nach gut 30 Minuten wieder Strom hatte, musste der Traunsteiner Ortsteil Haslach über zwei Stunden warten. Doch was waren die Gründe für den Stromausfall? Und wieso gab es diese großen zeitlichen Unterschiede?

Einer der Gründe für den Stromausfall waren umstürzende Bäume, die auf Freileitungen fielen.

»Die genaue Analyse der Ursache läuft noch«, sagte Stefan Will, der Leiter der Stadtwerke Traunstein, am Mittwoch im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Durch den Sturm sei zwischen Alterfing und Roitwalchen der Holzmast einer Mittelspannungsleitung umgeknickt. Dadurch sei es zu Problemen im Netz gekommen. Außerdem habe es einen Brand in der Trafostation in Tinnerting (wir berichteten) gegeben. Auch dadurch sei es zu Stromausfällen gekommen. »Aber wir wissen beispielsweise noch nicht, was den Brand ausgelöst hat«, so Stefan Will.

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Die Trafostation in Tinnerting ist abgeschaltet, hier werden die Haushalte und Betriebe derzeit über sogenannte Reservekabel mit Strom versorgt.

Durch den Zusammenbruch des Stromnetzes seien im Stadtgebiet auch zahlreiche Kabel in Mitleidenschaft gezogen worden. »Die Höhe des Schadens ist völlig unklar. Wir müssen jetzt nach und nach schauen, wo die Probleme liegen.« Auf die unterschiedliche Dauer des Stromausfalls angesprochen, sagte Stefan Will: »Wir haben am Dienstag einzelne Leitungen, die unkritisch waren, nach und nach wieder zugeschaltet.«

»Der Netzbetrieb bei so einem Sturm ist eine Herausforderung«, so Heinrich Thaler, der Leiter der Gemeindewerke Waging. In der Marktgemeinde gab es keinen Stromausfall, »nur ein leichtes Flackern.« Ohne Strom waren aber – zum Teil über Stunden – Tettenhausen, Taching, Tengling und Petting. Dort beziehen die Bürger ihren Strom vom Bayernwerk. Im Versorgungsgebiet der E.on-Tochter waren durch den Sturm »Niklas« die Leitungen von Zehntausenden Haushalten gekappt worden. In den meisten Regionen konnten die Techniker bis Mittwoch die Leitungen aber wieder reparieren.

Laut Bayernwerk-Sprecher Maximilian Zängl waren bei dem Sturm nicht nur Freileitungen über Land durch umstürzende Bäume beschädigt worden. Auch kleinere Dachständer, die in den Orten den Strom verteilen, mussten oder müssen noch repariert werden. KR