weather-image

Streit um die Super-Strom-Autobahn

0.0
0.0
Streit um die Super-Strom-Autobahn
Bildtext einblenden
Eine neue Strom-Autobahn zwischen Norden und Süden: Nicht alle Menschen sind von hohen Strommasten begeistert. Foto: Nicolas Armer/dpa Foto: dpa

Um Strom vom Norden in den Süden zu transportieren, soll in Deutschland eine Art Super-Strom-Autobahn gebaut werden. Doch das gefällt nicht allen.


Die Lampe, der Föhn, der Fernseher: Viele Geräte brauchen Strom. Doch wo kommt der her? Ein Teil unseres Stroms wird etwa durch Windräder gewonnen. Wenn diese sich drehen, erzeugen sie Strom. Im Norden ist die Landschaft flach und es ist oft windig. Dort können die Windräder besonders viel Strom erzeugen.

Anzeige

Damit die Energie aus dem Norden auch im Süden Deutschlands ankommt, muss der Strom dorthin transportiert werden. Er muss dafür über die Strom-Autobahn. Experten nennen sie auch Stromtrasse. Diese Autobahnen sind keine Straßen wie für Autos. Es sind lange Seile. Sie transportieren den Strom über weite Strecken - etwa zu Häusern oder Fabriken. Die Seile sind zwischen hohen Masten gespannt.

Bisher versorgen auch Atomkraftwerke die Menschen in Deutschland mit Strom. Doch die soll es bald nicht mehr geben. Das haben Politiker entschieden. Deshalb braucht es dann mehr Strom aus anderen Quellen, zum Beispiel den Windrädern. Doch um den Strom vom Norden in den Süden zu bringen, reichen die Strom-Autobahnen bisher nicht. Deshalb soll eine Super-Strom-Autobahn entstehen. Sie soll die längste Leitung in Deutschland werden, etwa 800 Kilometer lang.

Doch: »Wo genau die Strecke verläuft, ist bislang noch nicht festgelegt«, sagt ein Experte. Vermutlich verlaufen einzelne Abschnitte der Strecke teils über der Erde und teils unter der Erde.

Nicht alle Menschen sind von der neuen Strom-Autobahn begeistert. Umweltschützer befürchten, dass die Bauarbeiten die Natur zerstören könnten. Bauern fordern Geld als Entschädigung dafür, dass auf ihren Feldern gebaut wird. Und Anwohner wollen nicht, dass die hohen Strommasten durch ihren Ort gehen.

Um mit den Menschen über ihre Sorgen zu sprechen, war der Minister für Wirtschaft gerade in Deutschland unterwegs. Peter Altmaier will die Menschen von dem Projekt überzeugen. Im September trifft er sich außerdem mit anderen Politikern, um über Lösungen zu reden.