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»Streik«: Arbeitskampf in Südfrankreich

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Laurent Amedeo (Vincent Lindon), ein erfahrener Gewerkschafter, führt die Streikenden an. Foto: Neue Visionen Filmverleih Foto: dpa

Für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eines Autozulieferers wird es ernst: Dem Werk dreoht die Schließung. Die Angestellten sehen nur ein Mittel, wie sie ihre Jobs retten können.


Berlin (dpa) - Der französische Originaltitel des neuen Films von Regisseur Stéphane Brizé klingt denn doch um einiges kämpferischer als der deutsche Verleihtitel: »En Guerre« bedeutet nicht weniger als »im Krieg«.

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Und auch wenn es in Brizés, knapp zwei Stunden langem Drama um keinen tatsächlichen Krieg geht, so steht doch einiges auf dem Spiel für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eines Autozulieferers im südfranzösischen Aden: Perrin ist nicht nur der einzige größere Arbeitgeber der Region, dem Werk droht zudem auch noch die Schließung. Es geht um mehr als 1000 Angestellte, die bereits Zugeständnisse bei Lohn und Arbeitszeiten gemacht haben. Perrin jedoch will die Dependance dichtmachen, großen, zuletzt eingefahrenen Gewinnen zum Trotz. Ein Streik bahnt sich an.

Anführer der Streikenden ist ein erfahrener Gewerkschafter namens Laurent Amédéo (Vincent Lindon), der sich mit viel Verve in den Kampf wirft und den verantwortlichen Managern gegenüber immer wieder klarmacht, um wessen Schicksal es hier geht: »ganze Familien, Kinder, Väter, Mütter!«. Je länger der Kampf währt, desto größer wird allerdings auch unter den Mitarbeitern die Kritik an Laurents Art. Und auch unter den, für ihre Rechte einstehenden Arbeitern wird der Ton rauer.

Regisseur Brizé hat unter anderem schon mit dem, ebenfalls mit Vincent Lindon besetzten Film »Der Wert des Menschen« (2015) auf sich aufmerksam gemacht. Im zurückliegenden Jahr brachte der Franzose das Drama »Ein Leben« in unsere Kinos.

Streik, Frankreich 2018, 114 Min., FSK ab 12, von Stéphane Brizé, mit Vincent Lindon, Mélanie Rover, Jacques Borderie

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