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Stierkampf hoch zu Ross in der Scheffau

Marktschellenberg – »Working Equitation« nennt sich eine bei Pferdefreunden neu im Trend liegende Turnierdisziplin. Der Reit- und Fahrverein (RFV) Schönau/Königssee lud für Sonntag zum ersten »Working Equitation Gaudi Turnier« ins Pferdeparadies von Sigi und Andrea König nach Marktschellenberg/Scheffau ein. Hier konnten Reiter aus der Western-, Spring- und Dressursparte mit Pferden aller Rassen an den Start gehen. Die Bewegung hat bereits viele Freunde gefunden und in vielen Reitvereinen wird diese Turnierdisziplin mittlerweile gepflegt und gefördert.

Mit einer neuen Turnierform setzten sich diese Reiter am Sonntag in der Scheffau auseinander. Fotos: privat

»Working Equitation« ist eine südeuropäische Arbeitsreitweise, die sehr an die Aufgaben der Pferde in der Landwirtschaft, also der spanischen Vaqueros, der südfranzösischen Gardiens mit ihren Camargue-Pferden und der italienischen Butteri, angelehnt ist. Sie fasst sämtliche alten europäischen Arbeitsreitweisen zusammen, aus denen auch das Westernreiten entstand.

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Diese Arbeitsreitweisen sind lange Zeit ein bisschen in Vergessenheit geraten, bis sich ein kleiner Kreis ihrer angenommen und sie zu einer Wettkampfdisziplin gefördert hat.

Bei dem Gaudi-Turnier in der Scheffau handelte es sich um einen sogenannten Trail-Bewerb. Es gab verschiedene Hindernisse aus der Equitation-Szene – zum Beispiel musste vom Pferd aus ein Tor geöffnet, hindurchgeritten und das Tor wieder geschlossen werden. Oder der Reiter musste mit seinem Partner über eine Brücke reiten oder mit der Spanischen Garrocha einen gefährlichen Stier »abstechen«.

Eine Bewertung jedes einzelnen Teilnehmers erfolgte durch den Richter Adolf Karl Lepka, »Working Equitation«-Referent für Oberösterreich, mit Unterstützung seiner Begleiterin Gisela Povacz. Lepka führte auch humorvoll durch den nicht alltäglichen Wettbewerb. Die Teilnehmer, Zuschauer und Helfer hatten sichtlich Spaß.

Die besten zehn Reiter nach dem ersten Durchgang hatten die Möglichkeit, nochmals auf Zeit gegeneinander anzutreten. Diese Gelegenheit nutzen noch viele Starter. Das Ergebnis floss aber nicht in das Endergebnis ein und wurde nur zum Spaß gewertet.

Durch die Siegerehrung führte Barbara Rasp vom Reit- und Fahrverein. Sie übergab gemeinsam mit Adolf Karl Lepka und Gisela Povacz allen Teilnehmern Preise, Urkunden und Schleifen.

Das Ergebnis: 1. Monika Hannawacker auf Dear Little Cisco, 2. Judith Schmidhuber auf Jamie, 3. Ulrike Ruprecht auf Stella, 4. Andrea Gugg auf Eros (RFV), 5. Manuela Hofbauer auf Lord, 6. Verena Wembacher auf Gasperia (RFV), 6. Tamara Höpoldseder auf Coco Cobijar und Tamara Hermann auf Winnepoh, 9. Andrea König auf Pepino (RFV), 10. Stefanie Kastner auf Eros, 11. Martina Köppl auf Gazahlia (RFV), 12. Simone Ober auf Elvis und Nina Andessner auf Gülsary (RFV), 14. Daniela Lenz auf Gandalf, 15. Jenet Tiang Nga auf Salvarina (RFV), 16. Marina Köppl auf Gundi (RFV). B.R.