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Stichwort: Wie Ratingagenturen benoten und informieren

Frankfurt/Main (dpa) - Ratingagenturen bewerten vor allem eines: Ob ein Unternehmen oder ein Staat geliehenes Geld zurückzahlen kann - und zwar pünktlich und vollständig. Davon hängt die Bonität des Schuldners ab, also gewissermaßen sein Ansehen bei Gläubigern.

In die komplexen Bewertungen fließen öffentlich zugängliche Daten wie Geschäftszahlen ebenso ein wie Brancheneinschätzungen, letztlich stimmt eine Runde von Experten die Entscheidung ab.

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Ändert sich zum Beispiel die Bewertung eines Staates, müssen auch die davon abhängigen Ratings - also etwa die von Staatsfirmen und staatlich gestützten Banken - in Augenschein genommen werden. Das muss nicht zwingend gleich am Tag danach passieren. Kommen die Bonitätsprüfer zu einem neuen Urteil, müssen sie dies dem betroffenen Emittenten - also zum Beispiel Bundesländern und Unternehmen - zwölf Stunden vor Veröffentlichung mitteilen. Das schreiben die Regulatoren vor. Dazu kommt: Die meisten Ratings sind bestellt, das heißt der Bewertete zahlt dafür.

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