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Stichwort: Die Schallmauer

Berlin (dpa) - Wird ein Flugkörper schneller als der Schall, überholt er die eigenen Druckwellen. Das Durchbrechen der Schallmauer ist mit einem Knall verbunden, der am Boden so stark sein kann, dass Fensterscheiben zerbrechen.

Die Schallgeschwindigkeit, die unter anderem nach Höhenlage und Temperatur variiert, liegt bei etwa 1200 Kilometern pro Stunde. Sie wird Mach-1 genannt - nach dem österreichischen Physiker und Philosophen Ernst Mach. Er hatte die theoretischen Grundlagen für die Überschallgeschwindigkeit erforscht und beschrieben. Der US-Pilot Charles Yeager durchbrach 1947 mit dem Düsenflugzeug Bell X-1 zum ersten Mal die Schallmauer.

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Der Sprung des Extremsportlers Felix Baumgartner aus der Stratosphäre in 36 Kilometern Höhe wurde so gewählt, dass der Österreicher etwa eine halbe Minute nach dem Absprung die Schallmauer durchbricht. Ein Knall, wie man ihn etwa beim Überschall-Jet Concorde kannte, wenn er die Schallmauer durchbrach, bleibt nach Angaben des Teams aber aus, weil die Luft in dann etwa 32 Kilometern Höhe zu dünn sei. Baumgartner selbst, der ja zu dem Zeitpunkt schneller als der Schall ist, höre ebenfalls keinen Knall.