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Stern und Angerer

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Angerers Titelbild »Umwelthacke in Brasilien« prangerte den schonungslosen Raubbau von Rohstoffen durch die Industrieländer an. (Foto: Giesen)

Der hoch verehrte Wissenschaftsjournalist, Schriftsteller und Filmemacher Horst Stern ist vor wenigen Tagen (wir berichteten) im Alter von 96 Jahren gestorben.


Auch zur hiesigen Kunstszene hatte er enge Beziehungen. 1980 lernte Stern, damaliger Herausgeber des Wissenschaftsmagazins »Natur«, den Siegsdorfer Künstler Angerer der Jüngere in München kennen, um ihn zu beauftragen, Titelseiten seiner Zeitschrift zu gestalten. Im Dezember 1982 traf Angerer Horst Stern im bekannten Cafe Luitpold am Odeonsplatz in München, wo er auch Skizzen von dem berühmten, immer wieder Skandal-umwobenen Journalisten anfertigte. Von Angerers Titelbild »Umwelthacke in Brasilien« – wo er den schonungslosen Raubbau von Rohstoffen durch die Industrieländer anprangerte – ließ Stern 100 Siebdrucke anfertigen, die er als Geschenke für wichtige Persönlichkeiten verwendete.

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Der in Bad Reichenhall geborene Walter Angerer absolvierte eine Ausbildung in Grafik und mehreren Sprachen in Salzburg, München und Paris. Anschließend war er als Texter, Designer, freischaffender Maler und Bildhauer, zuletzt auch als Komponist tätig. Seine Kunstwerke finden europaweit Beachtung. Das Porträt von Horst Stern kann in Angerers Galerie im Schaumburger Schlössl in Traunstein besichtigt werden. gi