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Stephan Schmidhuber stellt die Weichen auf Sieg

Der Fußball-Landesligist SV Kirchanschöring hat seinen Fans – 339 kamen trotz »Sauwetters« – im letzten Heimspiel in diesem Jahr gegen den SV Hebertsfelden einen erfreulichen Ausklang beschert und die Niederbayern mit 3:0 besiegt. Damit blieben die Gelb-Schwarzen auch in der dritten Begegnung in Folge gegen eines der Kellerkinder siegreich und auch ohne Gegentreffer.

Er stellte diesmal für den SV Kirchanschöring die Weichen auf Sieg: Stephan Schmidhuber (links) erzielte die ersten beiden Treffer seiner Mannschaft. (Foto: Butzhammer)

Beim deutlichen und dementsprechend verdienten Heimsieg gegen den SVH glänzte vor allem Stephan Schmidhuber als zweimaliger Torschütze. Hebertsfeldens Trainer Christian Kagerer nahm den Angreifer bei der anschließenden Pressekonferenz auch gleich als Beispiel für die deutlichen Qualitätsunterschiede beider Teams.

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»Wo wir unsere Chancen und Möglichkeiten schlecht ausspielen, macht halt auf der anderen Seite ein Stephan Schmidhuber, den ich persönlich aus Burgkirchener Zeiten kenne, die Dinger rein«, so Kagerer. Er fügte weiter hinzu: »Wenn bei uns ein paar Leute ausfallen, fällt bei uns die Qualität deutlich ab, dann wird es schon schwierig. Aber das wussten wir ja vor der Saison und da stehen die Mannschaft, das Trainerteam und die Fans auch voll dahinter.«

Probleme, die der SVK auch, aber seltener hat und an diesem Tage gewiss nicht. So konnte Uli Habl, der diesmal ohne Trainerkollege Sepp Aschauer die Mannschaft betreute, auf eine zahlreich besetzte Bank blicken. Und auf eine gute Startelf, die von Beginn an das Heft in die Hand nahm. Wie erwartet dominierte der SVK, was angesichts des seifigen, holprigen Geläufs gar nicht so einfach war.

Trotzdem näherten sich die »Anschöringer« kontinuierlich an das Tor von Bartosz Gajewski an. Nach fünf Minuten kam Michael Lissek im Strafraum zum Abschluss, nachdem Sebastian Leitmeier einen Hebertsfeldener per Tunnel aussteigen ließ und auf Lissek zurückgelegt hatte. Lisseks strammer Schuss stellte aber noch kein Problem für Gajewski dar, der den Ball über die Latte lenkte.

Schwerer tat sich der SVH-Torwart – wegen persönlicher Differenzen des Polen mit dem Verein hütete zuletzt noch Fabian Taube das Tor – zehn Minuten später, wobei er dabei viel Glück hatte. Nach einer Ecke von Patrick Mölzl fiel Flo Hofmann der Ball vor die Füße, aus kurzer Distanz hielt Hofmann einfach drauf und schoss dabei Gajewski an – eine dicke Chance.

Weitere vier Minuten später war der Treffer dann aber fällig: Die Basis für die Führung war ein Geniestreich des Ex-Profis Patrick Mölzl. Er trieb das Leder nach einem Ballgewinn im Mittelfeld voran und als alle mit einem diagonalen Zuspiel auf Leitmeier rechneten, servierte Mölzl das Leder sensationell in den Lauf von Stephan Schmidhuber, der direkt abschloss und am herausstürzenden Gajewski vorbei ins lange Eck traf.

Wie schon so oft verlor der SVK dann aber etwas die klare Linie. So kamen auch die über lange Strecken harmlosen Gäste zu einer guten Chance, als Patrick Hahn sich durchgesetzt hatte, sein abgefälschter Schuss aber am Tor vorbeisegelte.

Im zweiten Durchgang legten die Hausherren wieder eine Schippe drauf und ließen mit zunehmender Spielzeit vor allem ihre individuelle Überlegenheit aufblitzen. So narrten Michael Lissek, Florian Hofmann, Stephan Schmidhuber und Sebastian Leitmeier auf Außen ihre Gegenspieler teilweise spielerisch leicht.

Ein gutes Beispiel hierfür lieferte Schmidhuber, als er scheinbar mühelos zwei Gäste stehen ließ, nach innen zog und das Leder wuchtig ins lange Eck hämmerte (64.) – ein typischer »Schmidi«-Treffer, es war bereits sein zwölfter Saisontreffer.

Dies war die Vorentscheidung, allerdings hätte sich der SVK beinahe noch einmal in Schwierigkeiten gebracht, als die Heimelf kurz unaufmerksam war und innerhalb von zwei Minuten zwei Topchancen des Gegners ermöglichte.

Doch die Niederbayern spielten sowohl ihre Überzahlsituation gegen Max Willinger kläglich zu Ende (77.), als auch eine Minute später die Möglichkeit, als erste Andreas Haderer im Duell an Torwart Dennis Krackers Scherensprung scheiterte und dann auch noch Tobias Bachmaier den verwaisten Kasten aus 17 Metern verfehlte.

Auf der Gegenseite mühte sich Sebastian Leitmeier um seinen 20. Saisontreffer, der ihm zwei Minuten vor Schluss auch noch gelingen sollte. Einen Flankenball des eingewechselten Manuel Omelanowsky nickte der Torjäger gegen die Laufrichtung von Schlussmann Gajewski ins lange Eck.

Abseits des Feldes verabschiedete der SV Kirchanschöring drei absolute Identifikationsfiguren, die über Jahre hinweg volles Engagement für Gelb-Schwarz an den Tag legten. Die Rede ist von Tom Dengel, Joe Steinmaßl und Manuel Schild. Der Vierte im Bunde fehlte, da Günter Heberle als Teil des Trainerteams des SV Wacker Burghausen auf der Bank beim SVW gegen den 1. FC Saarbrücken Platz nahm. Allerdings ließ sich der Trainer bei der anschließenden Ausstandsfeier blicken. Seine Verabschiedung wird auf alle Fälle nachgeholt. bts