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Startschuss in den Skiwinter

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Am Götschen gibt es wie in den meisten heimischen Skigebieten derzeit ausreichend Schnee. Da dürfen sich auch der technische Chef Bernhard Heitauer (l.) und der sportliche Leiter Helmuth Wegscheider auf das Weihnachtsgeschäft freuen. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgadener Land – Alle Jahre wieder kommt pünktlich an Weihnachten ein Wärmeeinbruch. Doch heuer scheint der Skilauf auch über die Feiertage und den Jahreswechsel gesichert. Denn die Minusgrade der letzten Tage ermöglichten an vielen Hängen eine ausgiebige Beschneiung. Nach und nach starten die Lift- und Bahnbetreiber im Berchtesgadener Talkessel in diesen Tagen in die Skisaison.


Den Anfang machten bereits am vergangenen Wochenende der Götschen und das Hochschwarzeck. Von 20 Zentimetern Schnee über die gesamte Strecke und »Topverhältnissen« am Götschen spricht Liftbetreiber Bernhard Heitauer, der auch mit dem ersten Wochenende sehr zufrieden war: »Wir hatten gut zu tun.« Allerdings äußerte Heitauer eine Bitte an die Skitourengeher: »Alle können perfekt nahe am Gelände parken und finden stets beste Pistenverhältnisse vor. Da würden doch auch ein paar Euro als Anerkennung gut in die extra dafür aufgestellte Kasse passen.« Für den Skibetrieb an Weihnachten und Neujahr sieht Heitauer kein Problem, »falls nicht ein Monsunregen oder Föhnstürme einbrechen«. Auch wenn der Schneeteich jetzt leer ist und man auf neues Wasser warten muss.

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Ab heute Donnerstag ist am Jenner die Talabfahrt in Betrieb. Ab Samstag wird auch die neue Jennerwiesenbahn als Sechser-Sesselbahn sowie die Krautkaserbahn als Vierer-Sesselbahn geöffnet sein. Besondere Freude bereitet Betriebsleiter Wilfried Däuber die neue Sesselbahn unterhalb der Mittelstation. »Dieses Areal ist gerade für Kinder ideal. Die neue Sesselbahn ist technisch auf höchstem Stand«, so der Seilbahn-Spezialist. »Wir konnten aufgrund der Temperaturen sehr gut beschneien. Die Pisten sind mit 125 Kubikmetern Maschinenschnee belegt. Hinzu kommen in höheren Lagen noch 50 Zentimeter Naturschnee. Die Feiertage können kommen, wir sind bereit«, verspricht Däuber.

Größte Probleme mit dem Schnee hatte in diesem Winter die Skilandschaft am Roßfeld. Weil starke Winde die weiße Pracht immer wieder verfrachtet haben, fiel der Startschuss in die Skisaison heuer nicht am Roßfeld. Dennoch hat es die Familie Schaupp mit allen Kräften geschafft, für Weihnachten ideale Pistenverhältnisse herzustellen. »Am Samstag geht es los, wir sind bereit und halten auch unsere kleine Jausenstation für unsere Gäste bereit«, kündigte Rudolf Schaupp an.

Am Hochschwarzeck reicht der Schnee, um den Schmuckenlift in Betrieb zu halten und die bestens präparierte Rodelbahn für eine zünftige Schlittenpartie anzubieten. »Auf der Hauptabfahrt reicht die Schneelage leider noch nicht, aber wir hoffen natürlich, auch diese Strecke bald einmal anbieten zu können«, so Geschäftsführer Christian Riel, der mit dem Wochenende sehr zufrieden war. Sowohl der Schmuckenlift als auch die Rodelbahn seien sehr gut frequentiert gewesen. Und schließlich ist auch der kleine Hang neben der Talstation der Sesselbahn gerade für Familien mit kleinen Kindern ein idealer Platz, um dem Wintersport zu frönen.

In der Skiarena Gutshof/Obersalzberg ist am Samstag Ski-Opening. Wie von Erich Schalmoser zu erfahren war, werden drei Lifte in Betrieb gehen. Schalmoser ist darüber hinaus guter Dinge, dass auch der angekündigte Wärmeeinbruch keine Probleme bereiten sollte.

Die Langläufer sind bereits seit einiger Zeit im schneesicheren Langlaufareal in der Scharitzkehl unterwegs, wo Langlauf auch weiterhin gut möglich sein wird. Nach Auskunft von Bürgermeister Franz Rasp herrschen derzeit traumhafte Verhältnisse auf allen Passagen. Dies wird auch so bleiben, egal wie sich das Wetter entwickelt. Sollte im Tal nichts mehr gehen, ist der Langlauf auf 1000 Metern Höhe auf jeden Fall gesichert. Auch in Bischofswiesen hat man durch Beschneiungslanzen die Kapazitäten für Schnee in den Waldpassagen erhöht. »Unsere Leute arbeiten auf Hochtouren, damit unsere Gäste an Weihnachten und auch danach bei uns ihren Sport ausüben können«, erklärte Bischofswiesens Kämmerer Robert Mayr. Auf jeden Fall soll die kleine Runde im Aschauerweiher-Langlaufgebiet betriebsbereit sein. Aber wenn das Wetter über und zwischen den Feiertagen gar nicht mitspielt, bleibt immer noch die Möglichkeit, im Berchtesgadener Eisstadion trockenen Hauptes ein paar Runden auf Schlittschuhen zu drehen. Christian Wechslinger