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Start frei für Runde zwei: Sanierung am Eisenrichter-Berg geht weiter

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Links wird gebaut, rechts wird gefahren: Seit gestern gibt es am Eisenrichter-Berg wieder eine Ampelregelung. (Fotos: Fischer)
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Dem Ingenieur ist nichts zu schwer: Florian Paukner, der die Baumaßnahme betreut, funktionierte sein Auto kurzerhand zur Schautafel um. Ein Holzstück diente als Zeigestab.

Bischofswiesen – Die Sanierung der Bundesstraße 20 am sogenannten Eisenrichter-Berg geht in die zweite Phase. Dabei kommt die aus Bauabschnitt eins im vergangenen Jahr bewährte Ampelregelung erneut zum Einsatz. Seit gestern, 10 Uhr, wird wieder gebaut.


Zeitgleich stellten Christian Rehm, der Leiter des Staatlichen Bauamts Traunstein, und der Chef des Konstruktiven Ingenieurbaus, Florian Paukner, das anspruchsvolle Projekt den Vertretern verschiedener Medien vor. Rehm betonte die Wichtigkeit der Sanierung. »Die B 20 ist die wichtigste Straßenverbindung in den Berchtesgadener Talkessel. Um die Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit der Straße dauerhaft zu sichern, ist es erforderlich, die insgesamt 500 Meter lange Ausbaulücke am Eisenrichter Berg in den nächsten Jahren schrittweise zu schließen.« Ein Megaprojekt, vor allem, was Logistik, Verkehrsführung und technischen Anspruch betrifft.

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Nach der hangrutschbedingten Erneuerung des ersten, rund 70 Meter langen Abschnittes zwischen Juli und Dezember im vergangenen Jahr folgt nun die Sanierung des unmittelbar nach Norden anschließenden Ausbaubereichs. Dieser wird laut Florian Paukner in zwei aufeinanderfolgenden Teilabschnitten zu jeweils rund 100 Metern Länge bis Ende des Jahres saniert. Kostenpunkt: rund 1 Million Euro. Wie Paukner erläuterte, sei es allerhöchste Zeit für die Sanierung. Denn der extrem schneereiche Winter habe dem Bauwerk weitere ernsthafte Schäden zugefügt.

Das Bauvorhaben ist eines der wichtigsten Straßenbauprojekte im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Bauamts Traunstein des laufenden Jahres. Auf einer Länge von zweimal 100 Metern sollen dabei bis Ende des Jahres ein durchgehendes Stützbauwerk gebaut und die Straße samt Entwässerung erneuert werden. Den Bauauftrag in Höhe von etwa 3,5 Millionen Euro, der bereits auch den nächsten, für 2020 vorgesehenen Abschnitt beinhaltet, hat nach öffentlicher Ausschreibung die Firma Schmölzl aus Bayerisch Gmain erhalten. Ihre Aufgabe ist es jetzt, unter extrem beengten Platzverhältnissen und unter Zeitdruck etwa 3 000 Kubikmeter Boden auszuheben, 2 000 Tonnen Beton und 85 Tonnen Stahl einzubauen sowie 2 500 Quadratmeter Straße zu asphaltieren. Dazu kommt eine Vielzahl weiterer Bauarbeiten.

Rehm und Paukner betonten, dass sich die Baustelle an der »Grenze des Machbaren« befinde. Aus technischen Gründen und wegen des Winterdiensts müsse das Projekt zwingend bis zum ersten Schnee abgeschlossen sein.

Deshalb sei es, aber auch, um die Bauarbeiter nicht gefährden, wichtig, dass die Verkehrsteilnehmer vorsichtig sind. Denn nur, wenn alles ohne Zwischenfälle laufe, könnten die Arbeiten vor Wintereinbruch abgeschlossen werden. Genauso wie beim letzten Mal. Christian Fischer