Schon nach dem ersten Spiel stand fest: Steffi gehört zu den stärksten Teilnehmern des Turniers. Aufgrund ihrer Leistung wurde sie direkt in die Leistungsgruppe 1 eingeteilt – die höchste der insgesamt 15 Gruppen. Dort traf sie ausschließlich auf männliche Konkurrenz, vier erfahrene Spieler, die den Wettbewerb bereits kannten. Doch davon ließ sich die junge Athletin nicht beeindrucken.
Im zweiten Spiel zeigte Steffi große Nervenstärke und taktisches Gespür. Präzise Würfe, konstante Ergebnisse, hohe Konzentration – am Ende lag sie als Zweitplatzierte der Leistungsgruppe 1 voll im Rennen um die Medaillen. Ihr ehrgeiziger, ruhiger Stil und ihre Entschlossenheit machten sie schnell zu einer der Überraschungen des Turniers.
Im Finalspiel kam dann ein wenig Pech dazu. Ein knapp verfehlter Spare, ein unglücklicher Split – Kleinigkeiten, die in einem starken Teilnehmerfeld sofort Wirkung zeigen. Doch statt zu hadern, kämpfte Steffi bis zum letzten Wurf. Ihr Einsatz zahlte sich aus: Platz 3, Bronzemedaille, und vor allem der Respekt der Mitspieler.
Für die junge Sportlerin ist dieser Erfolg mehr als ein Turnierergebnis. Es ist ein Startsignal, ein Zeichen dafür, wie weit sie es bringen kann. Ihr Frankencup-Debüt hat gezeigt: Steffi Hölzl ist gekommen, um im Special-Olympics-Sport ihren Weg zu gehen – mutig, konzentriert und mit einem Talent, das erst am Anfang steht. fb


