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Starkes Berchtesgadener Trio trotz vieler Materialprobleme

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Stefan Knopf beim Sprint in der Tragepassage. (Foto: Skimo Austria)
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Josef Huber in der Abfahrt über den Aufsprunghügel der Paul-Außerleitner-Sprungschanze. (Foto: Geieregger)
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Toni Palzer im langen Anstieg des Individual-Rennens. (Foto: Philipp Reiter)

Mit starken Ergebnissen in Bischofshofen starteten die Skibergsteiger der DAV-Nationalmannschaft am Wochenende in die Weltcup-Saison. Toni Palzer meldete sich mit Platz 6 im Individualrennen zurück in der Weltspitze. Im Sprint kämpfte der Ramsauer aber genauso mit Materialproblemen wie die Bischofswieser Stefan Knopf und Josef Huber.


Die erste Station der ISMF Skimountaineering Weltcup-Saison hat die DAV-Athletinnen und -Athleten am Wochenende in das österreichische Bischofshofen geführt. Vor der grandiosen Kulisse von Tennengebirge und Hochkönig fanden bei perfekten Verhältnissen am Freitag ein Nachtsprint und am Sonntag ein Individualbewerb statt. Der anspruchsvolle Sprintkurs führte im Aufstieg über die Kleinschanze, abgefahren wurde über den steilen Aufsprunghang der Großschanze. Toni Palzer aus Ramsau sowie Stefan Knopf und Josef Huber aus Bischofswiesen zogen mit starken Zeiten in der Qualifikation in die Finalläufe ein und bestätigten so auch ihre derzeit starke Form.

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Das Glück schien aber im Viertelfinale nicht aufseiten der deutschen Athleten zu sein. Während Stefan Knopf mit einem gebrochenen Ski und Schuh keine Chance auf den Einzug in das Halbfinale hatte, schieden auch Toni Palzer nach einem verlorenen Fell und Josef Huber mit Bindungsproblemen aus. Damit landete Toni Palzer auf Rang 26, Josef Huber kam auf Platz 28 und für Stefan Knopf reichte es in der Espoir-Klasse zu Platz 11.

Und am Sonntag dann das Individual, die Königsdisziplin im Wettkampf-Skibergsteigen. Mit Start und Ziel im Sprungstadion von Bischofshofen wartete eine anspruchsvolle Strecke auf die Athletinnen und Athleten: Knapp 1 600 Höhenmeter für die Herren und 1 100 Höhenmeter für die Damen, verteilt auf sechs Anstiege für die Herren und fünf für die Damen. Sehr zur Freude der Zuschauer war auch der Sprintparcours vom Freitag Teil des Individualbewerbs.

Der Ramsauer Toni Palzer, bei der deutschen Meisterschaft Vertical in Immenstadt krankheitsbedingt nicht am Start, wollte nach nur einem beendeten Individual in der letzten Saison nicht nur seine Bilanz in dieser Disziplin aufbessern, sondern auch wichtige Punkte für den Gesamtweltcup sammeln. Schon nach dem Start konnte sich Palzer in den Top 5 festbeißen und deutlich unterstreichen, dass mit ihm in dieser Saison wieder zu rechnen ist. Eine kurze Krise im zweiten langen Anstieg kostete den 25-Jährigen dann in einem engen, italienisch dominierten Rennen die angepeilte Platzierung unter den besten fünf.

Auch Stefan Knopf, frischgebackener deutscher Meister im Vertical, bewies seine pünktlich zum Weltcupauftakt sehr gute Verfassung und lief in der Kategorie Espoir auf Rang sechs. Von seinem Ziel für die Saison, sich in den Top 5 der Espoirs zu etablieren, trennten den jungen Bischofswieser am Ende nur 19 Sekunden. Während Thomas Trainer mit Rang 44 im Feld der Herren ein solides Rennen zeigte, lief es bei Josef Huber nicht wie geplant. Nach einem Materialdefekt musste er das Rennen vorzeitig aufgeben. Der Sieg ging an den Italiener Michele Boscacci vor seinem Landsmann Robert Antonioli und dem Schweizer Werner Marti.

Toni Palzer zum Weltcup-Wochenende: »Im Sprint am Freitag habe ich leider etwas Pech gehabt. In der ersten Kurve hat mir einer der anderen Läufer das Fell von der Skispitze gestoßen, da war für mich das Rennen gelaufen. Am Sonntag im Individual ist bis auf eine kleine Krise in der zweiten Hälfte des Rennens alles nach Plan verlaufen. Die Abstände sind nicht groß und ich denke, dass meine Top-Form erst noch kommt. Das war jetzt der erste internationale Vergleich der Saison und ich bin sehr zufrieden. Meine Vorbereitung war wirklich gut und ich freue mich jetzt auf die kommenden Rennen.«

Bereits am kommenden Wochenende geht es für die DAV-Nationalmannschaft in Andorra mit dem nächsten Weltcup weiter. dav