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Starke Schneefälle bringen auf A8 Verkehr über Stunden zum Erliegen

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Schneechaos auf der A8 zwischen Salzburg und Anger (FDL/Arz)
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Schneechaos auf der A8 zwischen Salzburg und Anger (FDL/Arz) Foto: FDL/Arz

Bad Reichenhall – Starke Schneefälle im Landkreis Berchtesgadener Land führten in den Donnerstag Abendstunden zu enormen Verkehrsbehinderungen und einer Totalsperre auf der A8.


Gegen 17.30 Uhr blieben mehrere Fahrzeuge auf Höhe Anger in Fahrtrichtung München wegen der Schneefahrbahn liegen. Neben Lkw blieben auch ausländische Autos mit Sommerbereifung am Beginn der Steigungsstrecke am Angerer Berg hängen. Schnell baute sich ein Stau auf, der bis zum Knoten Salzburg zurück reichte.

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Da der Schneefall anhielt und mit einer Entschärfung der Situation nicht gerechnet werden konnte, wurde eine Koordinierungsgruppe, bestehend aus Vertretern von Landratsamt, Feuerwehr, THW, Autobahnmeisterei, BRK und Polizei, aufgerufen.

Mit starkem Personaleinsatz versuchte die Autobahnmeisterei die Steigungsstrecke schnee- und eisfrei zu bekommen. Versuche, den Verkehr wieder in Gang zu bringen, scheiterten mehrfach an quer stehenden Lkws. Ab 21 Uhr musste letztlich der gesamte Verkehr bei der AS Piding ausgeleitet werden. Dies führte auf der Umleitungsstrecke zwischen Freilassing und Traunstein (B304) zu Verkehrsbehinderungen. Auch im Umfeld der AS Piding kam es immer wieder auf Nebenstrecken zu Verkehrsstörungen durch von Navigationssystemen fehlgeleitete Fahrzeuglenker.

Immer wieder gelang es zumindest den Verkehr auf der Autobahn für Autos frei zu geben. Nachdem jedoch im Stauabschnitt von rund fünf Kilometern Länge kein Räumdienst eingesetzt werden konnte, blieben weiter Autos und Lkw beim Anfahren hängen. Besonders ungeduldige Autofahrer versuchten über die zunächst sehr gut gebildete Rettungsgasse nach vorne zu gelangen. Letztlich wurde so der Einsatz von Hilfskräften wieder erschwert und die Gesamtsituation erheblich verschlechtert.

Nachdem sich um 23 Uhr immer noch keine wesentliche Entspannung der Situation abzeichnete, wurde die SEG des BRK zur Betreuung der im Stau Wartenden aufgefordert. Die Feuerwehr hatte vorsorglich Reservekanister mit Kraftstoff vorbereitet – konkrete Anforderungen von Fahrern lagen aber nicht vor.

Gegen 1.30 Uhr entspannte sich die Situation und der Verkehr begann wieder zu fließen. Nachdem die Autobahnmeisterei die Fahrbahn geräumt und gestreut hatte, konnte die Ausleitung bei Piding wieder aufgehoben werden.

Insgesamt waren mehrere Polizeistreifen, 30 Feuerwehrkräfte aus Piding, Marzoll und Anger, 13 Angehörige des THW Ortsverbandes Berchtesgadener Land, sowie sechs Schneepflüge der Autobahnmeisterei im Einsatz.

Autofahrer überschlägt sich bei Schneizlreuth

Am Donnerstagnachmittag, gegen 13.40 Uhr, befuhr ein 74-jähriger italienischer Fahrzeuglenker die B305 Bad Reichenhall in Richtung Schneizlreuth. Im Bereich Weinkaser kam der Mann bei zu diesem Zeitpunkt winterlichen Straßenverhältnissen nach rechts von der Fahrbahn ab.

n dem dort stark abschüssigen Gelände überschlug sich sein Fahrzeug und blieb glücklicherweise nach wenigen Metern in einer Baumgruppe hängen. Der 74-jährige und seine 75-jährige Beifahrerin konnten sich selbst aus dem Fahrzeug befreien. Beide Personen blieben wie durch ein Wunder unverletzt. Am Fahrzeug entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von rund 5000 Euro.

Bei der Verkehrsunfallaufnahme durch Beamte der Polizeiinspektion Bad Reichenhall musste jedoch festgestellt werden, dass das italienische Fahrzeug mit Sommerbereifung ausgestattet war. Den Fahrzeugführer erwartete deshalb ein nicht unerhebliches Bußgeld, welches er gleich im Anschluss in Form einer Sicherheitsleistung bar entrichten musste.

Die Bundesstraße war zum Zwecke der Unfallaufnahme und anschließender Bergungsmaßnahmen für eineinhalb Stunden gesperrt.

Die Freiwilligen Feuerwehren Bad Reichenhall (mit dem Löschzug Karlstein) und Schneizlreuth waren mit insgesamt 38 Mann vor Ort. Sie kümmerten sich um die Absicherung der Unfallstelle, Einrichtung und Durchführung von Umleitungs- und Verkehrsleitungsmaßnahmen und stellten den Brandschutz sicher.

Polizeipräsidium Oberbayern Süd/Polizei Bad Reichenhall

 

Autofahrer stirbt bei Kirchseeon

Ein 32-Jähriger ist bei einem Verkehrsunfall nahe Kirchseeon im Landkreis Ebersberg gestorben. Der Fahrer war mit seinem Auto auf schneeglatter Straße ins Schleudern geraten und auf die Gegenspur gerutscht, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Dort prallte er gegen den Wagen eines 50 Jahre alten Mannes. Durch den Crash am Donnerstagabend wurde der 32-Jährige im Auto eingeklemmt und so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Der 50-Jährige, seine 39 Jahre alte Frau und die beiden vier und sechs Jahre alten Kinder kamen alle leicht verletzt ins Krankenhaus. Ein Gutachter soll den genauen Unfallhergang ermitteln. dpa/lby


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