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Städte dicht machen und Menschen schützen

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China
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Mit dem Mundschutz wollen die Menschen in China sich vor dem Virus schützen. Foto: CHINATOPIX/AP/dpa Foto: dpa

In einigen chinesischen Städten geht gerade fast nichts mehr. Viele Busse und Züge stehen still. Flughäfen und Straßen wurden geschlossen. Was ist da los?


Für viele Chinesen ist es das wichtigste Fest im Jahr: Den Beginn des chinesischen Neujahrs feiern sie groß mit ihren Familien. Um sich zu besuchen, reisen Millionen Menschen kurz vor dem Fest quer durch das riesige asiatische Land. So wollten sie es jetzt machen, um das neue Jahr in der Nacht zu Samstag zu begrüßen. Doch diesmal ist vieles anders.

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Denn in China ist ein neues Virus aufgetaucht, das Menschen krank macht. Sie bekommen zum Beispiel Fieber und Husten. Bei sehr alten und geschwächten Menschen kann das Virus manchmal sogar tödlich sein. Derzeit gibt es etwa 900 Menschen in China, die an diesem Erreger erkrankt sind. Er gehört zu den sogenannten Corona-Viren.

Die Behörden in China wollen verhindern, dass sich das Virus ausbreitet. Deshalb riegelten sie mehrere Städte ab. Sie sperrten Straßen. Züge und Busse durften nicht in die Städte oder heraus fahren. Auch Flugzeuge flogen in der Region nicht wie üblich.

In China leben mehr als eine Milliarde Menschen. Etwa 40 Millionen davon wohnen in den abgeriegelten Städten. Das entspricht der Hälfte der Einwohner von ganz Deutschland. Für die Erkrankten soll nun in nur wenigen Tagen ein Spezial-Krankenhaus gebaut werden.

Solche Maßnahmen sind wichtig. Einen Grund zur Panik gebe es aber nicht, sagen Experten. Denn das Virus ist nicht sehr ansteckend. »Es kann mal ein Erkrankter dabei sein, der viele andere ansteckt, überwiegend wird das Virus aber gar nicht oder an nur eine weitere Person weitergegeben«, sagt ein Fachmann.

In anderen Ländern gibt es bisher nur wenige Leute, die sich angesteckt haben. In Deutschland ist kein einziger Fall bekannt. Damit das so bleibt, haben sich manche Länder etwas überlegt: Am Flughafen in Istanbul in der Türkei überprüfen Wärmebild-Kameras die Reisenden aus China. Die Kameras erkennen die Körpertemperatur der Menschen. Wer mehr als 38 Grad Celsius warm ist, wird genauer untersucht, erklärte ein Mitarbeiter.